Wasserschutzpolizei lässt Bande auffliegen – Im Hamburger Hafen auf Diebestour

Hamburg (dpa) – Wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls und der Hehlerei ermittelt die Wasserschutzpolizei gegen acht Männer im Hamburger Hafen. Ein 35-Jähriger steht im Verdacht, mit hochwertigen, vermutlich aus Diebstählen stammenden Werkzeugen wie Motorsägen gehandelt zu haben. Zwölf Objekte wurden durchsucht. Bei den weiteren sieben Verdächtigen handelt es sich um eine Gruppe, die Container aufgebrochen, Diebesgut entnommen und auf Internet-Portalen veräußert haben soll. Nach ersten Erkenntnissen entstand ein Schaden von rund 256.000 Euro.

Fünf Männer im Alter von 21, 31, 34, 35 und 40 Jahren sind bei einem im Hafen tätigen Rangierbetrieb in unterschiedlichen Stellungen – Disponent, Lokführer, Rangierbegleiter und Wagenmeister – beschäftigt. Sie nutzten ihre Positionen im Bereich der Rangierbahnhöfe für die insgesamt 86 Taten, wie die Polizei mitteilt. Davon kam es in mindestens 29 Fällen zu Container-Aufbrüchen. Hierbei wurden insbesondere hochwertige Markenwerkzeuge erbeutet.

Bei Durchsuchungen in den Stadtteilen Neugraben-Fischbek, Wilhelmsburg, Harburg, Waltershof und Lurup fanden die Ermittler unter anderem 150 originalverpackte Markenwerkzeuge und Akkus, Mobiltelefone, PCs, Laptops und Tablets. Mit 30.000 Euro Bargeld, drei hochwertigen Autos sowie durch Kontopfändungen und weiteren Vermögenswerten konnte ein Großteil einer gerichtlich angeordneten Arrestsumme von 256.000 Euro abgedeckt werden. Die Beschuldigten bleiben zunächst auf freiem Fuß, da keine Haftgründe vorlagen.

12.02.20 wel