Im Luxushotel klicken die Handschellen

Afrikanischer Trickbetrüger fliegt in Köln auf

Köln (dv). Der sich seit Mitte Februar in Deutschland aufhaltende Afrikaner hatte in mindestens sieben Fällen Hotels in Berlin, München, Hamburg und Paris
betrogen. Als er mit der gleichen Masche nun an eine Kölner
Nobelherberge am Kennedyufer herantrat, wurde ihm die Aufmerksamkeit  eines Hotelangestellten (29) zum Verhängnis.

Wie schon bei seinen früheren Taten hatte der 25-Jährige telefonisch Kontakt mit der Hotelrezeption aufgenommen. Unter Angabe einer existenten Kreditkartennummer und eines frei erfundenen Namens reservierte der Mann ein Hotelzimmer. Die Kartennummer hatte er allerdings betrügerisch erlangt.

Es könne zudem sein, dass für ihn eine Paketlieferung an das Hotel erfolge, so der angebliche Zimmerbucher“ weiter. Insbesondere bei Firstclass-Hotels ist es mitunter üblich, entsprechende Postsendungen für Kunden in Empfang zu nehmen und hinsichtlich der Nachnahmegebühren bar in Vorkasse zu treten. Beim Aus-Checken wird mit diesem Betrag dann die angegebene Kreditkarte des Gastes belastet.

Mann an der Rezeption war vorgewarnt
Prompt erschien ein „Paketlieferant“ für den anderntags erwarteten Hotelbesucher an der Rezeption. Ihm wurde gegen eine Quittung „vereinbarungsgemäß“ der Betrag in Höhe von mehreren Hundert Euro ausgehändigt. Im Gegensatz zu dem Postzusteller erschien bei den vergangenen Taten der in der Reservierung angemeldete Gast jedoch nicht.

Dem Kölner Rezeptionisten lag zwischenzeitlich jedoch eine Warnmeldung seiner Hotelzentrale vor. In dieser wurde darauf hingewiesen, dass mit ebendieser Masche vor kurzem in Hamburger und Berliner Häusern der Kette jeweils dreistellige Geldbeträge an einen „dunkelhäutigen Zusteller“ ausgezahlt wurden. Angesichts des scheinheiligen Paketlieferanten griff der 29-Jährige daraufhin zum Telefon und wählte die 110. Kurz danach klickten noch im Hotelfoyer die Handschellen.

10.03.2011 dv