Immer mehr Vermisste im Südwesten – Die meisten nach wenigen Tagen wieder da

Stuttgart (dpa) – Die Zahl der Vermissten im Südwesten ist in den vergangenen zehn Jahren stark angestiegen – das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der FDP im  baden-württembergischen Landtag hervor. Demnach wurden 2018 mindestens 10.576 Menschen als vermisst ausgeschrieben. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2009. Im vergangenen Jahr waren die Menschen in 8.810 Fällen weniger als eine Woche vermisst gemeldet. Die Auswertung umfasst aber auch 506 Vermisste, die seit 2009 verschwunden und bislang nicht wieder aufgetaucht sind.

Diese Entwicklung geht dem Ministerium zufolge insbesondere auf die Flüchtlingsbewegung und die damit verbundene Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger zurück. Wenn diese etwa nicht zu festgelegten Zeiten in ihre Einrichtung zurückkehrten, stellten Betreuer eine Vermisstenanzeige, heißt es. 7.904 der im Jahr 2018 als vermisst gemeldeten Menschen waren jünger als 18 Jahre.

«Aktenzeichen XY… ungelöst» wird sich in einer Spezialsendung in knapp zwei Wochen, am 24. Juli, im ZDF ausschließlich Fällen annehmen, in denen Kinder und junge Erwachsene spurlos verschwunden sind. Einer der Fälle beschäftigt die Polizei in Baden-Württemberg: das plötzliche Verschwinden eines 25-jährigen Mannes aus Karlsruhe. Seit Heiligabend 2011 wird er vermisst.

12.07.19 wel