Im Park erstochen

Wer hat Klaus Jüterbock umgebracht?

XY-Sendung vom 4. Juli 2018 
Ein Mann sucht in Berlin Obdach in einer Notunterkunft. Er könnte dort bleiben, müsste aber auf seinen geliebten Hund verzichten. Der Mann trifft eine verhängnisvolle Entscheidung…

XY-Szenenfoto

Freitag, 8. September 2017, gegen 6.20 Uhr. Zwei Kollegen durchqueren auf dem Weg zur Arbeit eine Parkanlage an der Schloßstraße in Berlin-Steglitz. Dabei entdecken sie die Leiche eines Mannes. Der 47-Jährige liegt in seinem blutverschmierten Schlafsack am Boden, ein Hund hockt wachend neben dem Leichnam.

Klaus Jüterbock wurde mit mehreren Messerstichen ermordet. Diese Kleidung hat er vor dem Mord getragen.

Toter schnell identifiziert
Wie die Polizei wenig später herausfindet, handelt es sich bei dem Toten um den 47-jährigen Klaus Jüterbock. Der gebürtige Berliner war in Rendsburg (Niedersachsen) gemeldet. Am 1. September war er mit seinem Mini-Australien-Shepherd-Rüden „Eddi“ nach Berlin aufgebrochen. Dort wurde er am 2. oder 3. September im Spandauer Spektepark  von einer ehemaligen Schulkameradin erkannt. Um Geld zu sparen, übernachtete er mit seinem Hund auf Parkbänken unter freiem Himmel.

Die Polizei findet heraus: Aufgrund seiner tragischen Kindheit kam Klaus Jüterbock immer wieder mit Drogen in Kontakt und so auch mit dem Gesetz in Konflikt. Obwohl er als ruhig und warmherzig galt, kam es dadurch immer wieder zu Ausrastern. Wie etwa am 5. September 2017 vor dem Konsulat der amerikanischen Botschaft in Berlin-Zehlendorf.

Der Hund des Opfers: ein Mini Australien Shepherd

Suche nach Obdach
Am 6. September suchte Klaus Jüterbock Obdach in einer psychosozialen Einrichtung in Frohnau im Norden Berlins. Doch Hunde sind dort nicht erlaubt. Und so zog Klaus Jüterbock weiter. Mehrfach wurden er und sein Hund  in Berlin gesehen: am Fehrbelliner Platz und auch in der U 7 Richtung Spandau.

Noch am 6. September kam Klaus Jüterbock in Berlin-Steglitz an, dem späteren Tatort. Ein Zeuge sagte später bei der Polizei aus, dass er einen Streit zwischen drei Personen wahrgenommen habe – zwischen einem Pärchen und einem Mann, den er aber nicht habe sehen können, da er hinter Bäumen gestanden habe. War es Klaus Jüterbock? In der Nacht zum 8. September wird er nach 23.30 Uhr  im Schlaf überrascht und erstochen. Ist in dem Streit mit dem Pärchen das Tatmotiv zu suchen?

An diesen Orten hat sich Klaus Jüterbock in Berlin aufgehalten. In Steglitz wurde er ermordet.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer hatte zwischen dem 1. und 8. September 2017 in Berlin Kontakt zu Klaus Jüterbock?
  • Wer kennt Personen, die mit ihm zu tun hatten?
  • Hat sich Klaus Jüterbock auch vor September 2017 sporadisch in Berlin aufgehalten und wenn ja, wo?
  • Gibt es Personen, die Auseinandersetzungen zwischen Klaus Jüterbock und anderen Personen beobachtet haben?
  • Welches Pärchen war in einer Parkanlage in Berlin-Steglitz (Grunewaldstraße/ Schloßstraße) mit einem unbekannten Dritten in Streit geraten? Die Polizei bittet dieses Pärchen dringend, sich bei ihr zu melden.
  • Wer hat Klaus Jüterbock in den Tagen vor dem 8. September 2017 gesehen oder sonstige wichtige Beobachtungen in diesem Zusammenhang mit der Tat gemacht?
  • Wer waren die Jugendlichen, die sich am Abend des 7. September 2017 im Park auf einer der benachbarten Bänke neben Klaus Jüterbock aufgehalten haben?
  • Wer kann Hinweise zum Verbleib einer blauen Ikea-Tasche geben, in der Klaus Jüterbock persönliche Dokumente aufbewahrte?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Berlin, Telefon: 030 / 46 64 911 111