Investitionsbetrug im Internet – Wilhelmshavener verliert 30.000 Euro

Wilhelmshaven (dpa) – Die Polizei warnt eindringlich vor einer ausgeklügelten Betrugsmasche, mit der Anleger im Internet zu Investitionen verleitet werden. Ein Wilhelmshavener verlor auf diese Weise einen Betrag von 30.000 Euro, wie die Polizei heute mitteilte. Der Mann hatte Ende 2018 nach Investitionsmöglichkeiten gesucht und war auf der Homepage einer Broker-Firma fündig geworden. Dort trug er sich in ein Kontaktformular ein.

Eine angebliche Mitarbeiterin des Unternehmens meldete sich daraufhin bei dem 51-Jährigen und informierte ihn über verschiedene Varianten und Kursgewinne. Über eine Fernwartungssoftware erlaubte der 51-Jährige schließlich die Installation eines Programms für den Online-Broker-Handel. Seine Anlage stieg durch angebliche Kursgewinne auf 50.000 Euro. Als der Mann sich einen Betrag von 18.000 Euro auszahlen lassen wollte, flog der Betrug auf. Er erstattete im August Anzeige über das Onlineportal der Polizeidirektion Oldenburg.

Alle Spuren führten bei den Ermittlungen ins Ausland, sagte eine Polizeisprecherin. Auffällig waren eine litauische Bankverbindung und Firmen mit angeblichen Sitzen in Malta und auf den Marshall-Inseln. Es waren wohl auch Call-Center mit rhetorisch gut geschultem Personal beteiligt. Die Polizei nennt in ihrer  Mitteilung  die Firmennamen und warnt: «Anleger sollten die Bankverbindung und die Unternehmensnamen prüfen, ob sie selbst auf diese Masche hereingefallen sind.»

10.09.19 wel