Kampf gegen Menschenhandel: Europaweit Bordelle kontrolliert

Wiesbaden (dpa). Zur Bekämpfung des Menschenhandels aus Westafrika haben das Bundeskriminalamt (BKA) und Europol in Deutschland und fünfzehn weiteren europäischen Ländern Bordelle überprüft. Mehr als 70 Polizeidienststellen aus 13 Bundesländern beteiligten sich an den Aktionen, wie das BKA  in Wiesbaden bekanntgab. Dabei seien mehr als 90 westafrikanische Frauen angetroffen worden. Durch die Maßnahmen sollen Opfer von Menschenhandel aus Westafrika identifiziert und Hinweise auf die Täter und deren Organisationen erlangt werden.

Nach ersten Ermittlungen seien einige der kontrollierten Frauen Opfer von Menschenhandel, berichtete das BKA. Sie würden im Heimatland angeworben, nach Europa geschleust, mit Ausweispapieren versorgt und in die Prostitution vermittelt. Nur durch Kontrollen könnten Opfer ermittelt werden, da es kaum Anzeigen gebe. Für die Täter sei der Menschenhandel ein lukratives Geschäft: Die Opfer erwirtschafteten durch Prostitution teilweise mehrere Tausend Euro im Monat.

13.06.2014 Ta