Kriminelle Rache im Kneipenviertel?

Nach einer Messerstecherei kommt es am Tatort zu Zwischenfällen

Berlin (dpa/bb). Nach einem Streit mit zwei lebensgefährlich Verletzten ist es gestern in Berlin-Kreuzberg zu mehreren Zwischenfällen gekommen. Die Jugendlichen hätten in der Nacht schwere Stichverletzungen erlitten, erklärte die Polizei. Die Rettungshelfer seien durch Unbekannte am Tatort behindert worden. Im Lauf des Tages randalierten Menschen noch zweimal vor dem Lokal. Ob die Randale in Zusammenhang mit der Messerstecherei stehen, darüber könne nur spekuliert werden, sagte eine Polizeisprecherin.

Die 16- und 17-jährigen Jugendlichen gerieten gegen 1.50 Uhr mit einem 25 Jahre alten Lokalbetreiber und dessen 23 Jahre alten Angestellten in Streit. Die Auseinandersetzung eskalierte und die beiden Jugendlichen erlitten lebensgefährliche Stichverletzungen. Sie wurden in Krankenhäusern notoperiert. Die beiden Älteren wurden noch am Tatort festgenommen. Beide Opfer seien der Polizei schon wegen diverser Taten bekannt gewesen, sagte ein Sprecher. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Erst gestern Abend wurde dann bekannt, dass es nach dem Streit zu mehreren Zwischenfällen gekommen ist. So hätten am Morgen gegen 9 Uhr etwa zehn Unbekannte einen Laden in der Nähe gestürmt. Vermutlich sei es das Lokal des 25 Jahre alten Verdächtigen, sagte die Polizeisprecherin. Scheiben und Möbel seien zerstört worden, die Täter seien unerkannt geflohen. Am Mittag legten Unbekannte eine Matratze vor das Lokal und zündeten sie an. Die Feuerwehr löschte die Flammen.

16.11.2014 Ta