Kurzarbeit für Klauer

Taschendiebe finden kaum noch Opfer

Kein Gedränge, keine Veranstaltungen. Für Taschendiebe sind karge Zeiten angebrochen.

Gefahr vor allem bei Menschenansammlungen und im Gedränge: fremde Finger in der Handtasche.

Düsseldorf (dpa) – Der Trend der rückläufigen Kriminalität während der «Corona»-Krise hat sich in etlichen Bereichen fortgesetzt. Nicht nur bei den Wohnungseinbrüchen, auch bei häuslicher Gewalt und Taschendiebstählen hielt der Rückgang in den ersten acht Wochen der «Corona»-Krise an. Das hat das NRW-Innenministerium auf Anfrage mitgeteilt. Es handelt sich allerdings um vorläufige Zahlen.

Bei den Taschendiebstählen hat sich die Zahl der registrierten Fälle sogar mehr als halbiert. Nach 5.540 Taten im Vorjahreszeitraum waren es während der «Corona»-Krise nur noch knapp 2.400 – ein Rückgang um 57 Prozent. Die Zahl der Raubüberfälle sank um ein Drittel.

Die Zahl der Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt lag bei knapp 4.300. Im Vorjahreszeitraum waren es 5.800. Das entspricht einem Rückgang von 26 Prozent. Dabei hatten viele Experten gerade in diesem Bereich mit einem Anstieg gerechnet.

Symbolfoto:  Bundespolizei 

22.05.20 wel