Leiche in Kiesgrube

Cold Case von 1996

(XY-Sendung vom 28. August 2019)
In einer alten Kiesgrube im Kreis Kleve wird im Dezember 1996 die Leiche eines Mannes gefunden. Der Tote ist nackt, niemand scheint ihn zu kennen. Doch eine Spur führt nach Osteuropa.

XY-Szenenfoto

Am Sonntag, 8. Dezember 1996, wird in der stillgelegten Kiesgrube „Hauser Sandkuhle“ bei Rheurdt-Schaephuysen (Kreis Kleve) die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden. Der Tote ist nackt und hat schwere Schädelverletzungen. Sein Körper weist Hämatome und Brüche auf. Das Gesicht ist deformiert. Vermutlich wurde die Leiche etwa zwei Wochen zuvor in der Kiesgrube abgelegt.

Zu Tode geprügelt
Die Obduktion ergibt, dass der Mann an einem unbekannten Ort zu Tode geprügelt wurde. Dort dürfte er mehrere Stunden gelegen haben, bevor ihm die Kleidung ausgezogen und er mit einem Fahrzeug in die „Hauser Sandkuhle“ gebracht wurde.

Lage des Fundorts

Aufgrund des Zustands der Zähne des Toten vermutet die Polizei, dass er aus Osteuropa stammt. Eine so genannte Isotopen-Analyse kommt später zu dem Ergebnis, dass der Mann aus Polen kommen könnte. Da in der Region rund um Rheurdt-Schaephuysen oft Wander- und Gelegenheitsarbeiter aus Polen unterwegs sind, geht die Polizei dieser vielversprechenden Spur nach – jedoch ohne Ergebnis.

Neue Hoffnung
Fast 23 Jahre nach dem Auffinden der Leiche hat die Kripo eine neue Gesichtsrekonstruktion anfertigen lassen. Sie soll verdeutlichen, wie der Tote zu Lebzeiten vermutlich ausgesehen hat. Die Ermittler erhoffen sich neue Hinweise, um das Verbrechen vielleicht doch noch klären zu können.

Gesichtsrekonstruktion des Toten

Beschreibung des Unbekannten (1996):
etwa 40 Jahre alt, etwa 1,70 m groß, normale bis kräftige Statur, kurze dunkle Haare, einen Schnurrbart.
Die Polizei hält es für denkbar, dass er aus Polen bzw. Osteuropa stammt und sich zum Arbeiten in Deutschland aufhielt. Auffällig: eine große bogenförmige Narbe an seiner rechten Wade.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer weiß, wer der unbekannten Tote ist?
  • Wer kann Angaben zur Tat machen?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Krefeld, Tel.: 02151 / 63 40