Leichenteile im Wasser

Wer ermordete Maria Ngui?

(XY-Sendung vom 28. Februar 2018)
Ein grauenvolles Verbrechen erschüttert im Sommer 2017 die Menschen in Hamburg: Eine Frau wird ermordet und zerstückelt. Die Leichenteile werden an unterschiedlichen Orten in der Stadt  aufgefunden. Was sind die Motive des Täters?

XY-Szenenfoto

Maria Ngui ist im afrikanischen Äquatorialguinea aufgewachsen, lebt aber mit ihrer Familie in Spanien. Ihr vollständiger Name lautet Maria Eulalia Ayetebe Ndong Ngui. Die 48-Jährige arbeitet als Prostituierte. Im Sommer fährt sie oft für ein paar Wochen nach Deutschland, um unter dem Namen „Rosa“ in Hamburg anschaffen zu gehen – meist in der Nähe des Hansaplatzes und des Hauptbahnhofs. So auch Ende Juli 2017.

Maria Ngui †

Unbekannter Begleiter
Am 1. August 2017, etwa um 14 Uhr wird Maria Ngui zum letzten Mal lebend gesehen. Sie ist in Begleitung eines Mannes, möglicherweise ein Freier von ihr. Laut einer Zeugin hat der Mann eine durchsichtige Plastiktüte mit VHS-Videokassetten dabei. Zwei Tage später werden Teile von Maria Nguis zerstückeltem Körper am Elbufer im Hamburger Stadtteil Rissen entdeckt.

Zwischen dem 3. und 15. August tauchen Körperteile der 48-Jährigen an sechs verschiedenen Stellen in der Stadt auf – stets am Rand eines Gewässers, wie der Elbe und dem Goldbekkanal. Einige der Leichenteile sind in blaue Müllbeutel verpackt. Die Fundorte liegen zum Teil mehr als 20 Kilometer voneinander entfernt.

Seltsame Geräusche
Zwei Zeuginnen teilen der Polizei mit, dass sie am 1. August gegen 23.15 Uhr am Elbanleger Wittenbergen verdächtige Geräusche wahrgenommen haben – möglicherweise verursacht vom Täter, als er Leichenteile ins Wasser warf. Auf einem nahen Parkplatz fiel den Frauen zudem ein Transporter auf: ein weißer Wagen, hinten sowie an den Seiten ohne Fenster.

Durch die Untersuchung der Körperteile kommt die Polizei zu dem Schluss, dass der Täter über fundierte anatomische Kenntnisse verfügen muss. Das Zerteilen der Leiche dürfte bis zu drei Stunden gedauert haben. Und der Unbekannte muss einen besonderen Bezug zu Wasser haben – alle Körperteile waren in und an Gewässern abgelegt.

Zuletzt trug Maria Ngui diesen Pullover und dieses Kleid

Personenbeschreibungen
Maria Ngui war 48 Jahre alt und hatte zum Zeitpunkt ihrer Ermordung schwarze Rastazöpfe. Sie hatte ein großflächiges Tattoo am rechten Unterschenkel. Bekleidet war sie mit einem kurzen, bunten Kleid sowie einem rot-weiß gestreiften Pullover und Flip- Flops. Sie hatte eine braune Umhängetasche dabei.

Der Mann, in dessen Begleitung Maria Ngui zuletzt lebend gesehen wurde, wird von der Polizei als wichtiger Zeuge gesucht: groß und kräftig, 50 bis 55 Jahre alt, heller Hauttyp. Der Mann soll eine Kopfbedeckung und blaue Oberbekleidung getragen haben. Zudem soll er eine durchsichtige Plastiktüte dabei gehabt haben, in der sich offenbar VHS-Videokassetten befanden. Der Mann und Maria Ngui wurden am 1. August 2017 gegen 14 Uhr in der Straße Bremer Reihe gesehen. Sie sollen aus Richtung Brennerstraße gekommen und in Richtung Hauptbahnhof weitergegangen sein.

Die Fundorte liegen bis zu 20 Kilometer voneinander entfernt.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer kann Angaben zum Mord an Maria Ngui und zu Kontakten des Opfers machen?
  • Wer kennt den Mann, mit dem die 48-Jährige am 1. August 2017 gesehen  wurde?
  • Wer hat weitere Beobachtungen gemacht, die der Polizei weiterhelfen könnten?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Hamburg, Telefon: 040 / 42 86 50