Menschen aus Nigeria eingeschleust: Prozessauftakt

Berlin (dapd-bln). Sechs mutmaßliche Mitglieder einer nigerianischen Schleuserbande müssen sich seit gestern vor dem Landgericht Berlin verantworten. Ihnen wird das Einschleusen von Ausländern sowie Beihilfe zum Menschenhandel vorgeworfen. Die Männer im Alter von 39 bis 54 Jahren, darunter fünf gebürtige Nigerianer sind angeklagt, von August 2008 bis Juli 2012 mehrere Menschen aus Nigeria nach Deutschland geschleust und dafür bis zu 10.000 Euro pro Person kassiert zu haben.

Sie sollen den Opfern mit falschen Pässen sowie fiktiven Einladungen zu Familienbesuchen oder Geschäftsreisen zu Visa verholfen und damit die Einreise ermöglicht haben. Frauen wurden laut Anklage zur Abarbeitung ihrer Schleuserschulden zur Prostitution gezwungen. Der Prozess wird am 7. Januar fortgesetzt.

03.01.2013 Ta