Messer-Attacke in Regionalzug – Zwei Tote, sieben Verletzte

Brokstedt (dpa) – Bei einer Messerattacke im Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind zwei Menschen getötet und sieben verletzt worden. Ein Mann im Alter zwischen 30 und 35 Jahren wurde festgenommen, wie eine Polizeisprecherin heute Abend mitteilte. Nach Angaben der Bahn war der Zugverkehr zwischen Flensburg und Hamburg sowie zwischen Kiel und Hamburg beeinträchtigt.

«Die Hintergründe sind noch unklar, ebenso wie die Identitäten der Geschädigten», sagte die Polizeisprecherin. Der mutmaßliche Täter – ein staatenloser Palästinenser – habe die Menschen in dem noch fahrenden Zug angegriffen. 120 Fahrgäste saßen in dem Zug. Den Angaben der Sprecherin zufolge wurde auch der mutmaßliche Täter verletzt. Drei Fahrgäste haben schwere Verletzungen erlitten.

Geistig verwirrt? 
Wie es weiter hieß, hatte die Polizei mehrere Anrufe von Fahrgästen erhalten. Auf Benachrichtigung wurde der Zug gestoppt, worauf sich das Geschehen auf den Bahnsteig verlagert habe, so die Sprecherin. Zeugen hielten den Tatverdächtigen fest. Der Mann, der mittelschwer verletzt ist, wurde ins Krankenhaus gebracht. Es gibt erste Hinweise, dass der mutmaßliche Täter geistig verwirrt sein könnte.

Die Tat ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei kurz vor 15 Uhr vor der Ankunft des Zugs im Bahnhof Brokstedt im Kreis Steinburg. Der Bahnhof wurde vorerst gesperrt. Brokstedt ist eine kleine Gemeinde an der Bahnlinie zwischen Elmshorn und Neumünster.

25.01.23 wel