Messer-Angriff auf offener Straße: Eine Tote und eine Schwerverletzte in Freiburg

Freiburg (dpa) – Tödliche Messer-Attacke im Morgengrauen: Ein 63-Jähriger soll in Freiburg heute Morgen auf offener Straße zwei Frauen niedergestochen haben. Beide kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Eine Frau erlag dort ihren Verletzungen. Ihre Identität konnte bisher nicht geklärt werden. Eine 30-Jährige wurde so schwer verletzt, dass sie zunächst nicht vernehmungsfähig war. Der mutmaßliche Täter, ein Deutscher, wurde kurz darauf festgenommen. Er soll zumindest die 30-Jährige gekannt haben.

Die Polizei war von Leuten aus der Nachbarschaft alarmiert worden. Als sie eintraf, war der mutmaßliche Täter verschwunden. Im Verlauf des Vormittags wurde er aber festgenommen. Die Beamten hielten sich heute aus ermittlungstaktischen Gründen bedeckt. Eine Beziehungstat wird offenbar nicht ausgeschlossen. Die Polizei ermittelt aber in alle Richtungen, betonte ein Sprecher.

Es ist das zweite Tötungsdelikt innerhalb weniger Tage im Freiburger Westen. Das sorgte für Spekulationen im Netz. Die Polizei twitterte jedoch: «Die Fälle stehen in keinem erkennbaren Zusammenhang.» Und zu einem weiteren Hinweis sah sich die Polizei auf Twitter veranlasst: «Es gibt derzeit keinerlei Hinweise, dass es sich um einen terroristischen Anschlag gehandelt hat. Hören Sie auf Spekulationen zu schüren.»

Erst am Samstag war ein 29-Jähriger festgenommen worden, der den Lebensgefährten seiner Ex-Freundin erschossen haben soll  (e110 berichtete).  Er ist in Untersuchungshaft. Vor der Tat soll er sich vor der Wohnung seiner Ex-Partnerin mit ihrem 31 Jahre alten Lebensgefährten gestritten haben.

11.01.23 wel