Meuterei in Brunsbüttel – Streit einer Schiffsbesatzung erfordert Polizei-Einsatz

Brunsbüttel (dpa) – Ein Streit zwischen einem Matrosen und einem Bootsmann in Brunsbüttel hat zu mehreren Verletzten und einem Polizei-Einsatz geführt. Zunächst sind gestern, am späten Abend der betrunkene Matrose und der ebenfalls alkoholisierte Bootsmann auf dem Massengutschiff in Streit geraten. Dabei wurde der Bootsmann am Kopf verletzt. Ein Versuch des 1. Offiziers und des Leitenden Ingenieurs, zwischen den Streithähnen zu vermitteln, scheiterte. Stattdessen weitete sich die Situation zu einem größeren Handgemenge aus, wobei sich auch der Offizier und der Leitende Ingenieur leicht verletzten.

Auch die Deeskalationsversuche der Polizei führten nicht zum Erfolg – «die Situation schaukelte sich weiter auf», wie die Beamten mitteilten. Der 33-jährige Matrose war weiterhin aggressiv, spuckte und ließ nicht von seinen Besatzungsmitgliedern und den Beamten ab. Er wurde von vier Polizisten zu Boden gebracht und gefesselt, wobei er energischen Widerstand leistete. Während der Festnahme des Mannes verletzte sich ein Beamter leicht an der Hand.

15.09.22 wel