Shopping mit fremdem Geld – 33-Jähriger hinter Gittern

Görlitz (dpa) – Ein 33-jähriger Computerbetrüger ist vom Landgericht Görlitz zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann in 47 Fällen Online-Bestellungen im Wert von insgesamt 25.000 Euro ausgelöst hatte, ohne die Rechnungen zu bezahlen. Laut Urteil nutzte der Mann bei seinen Bestellungen die Personalien unbeteiligter Dritter, vorwiegend die von älteren Menschen. Sie erhielten dann Zahlungsaufforderungen.

Die Pakete holte der Betrüger bei Packstationen oder mit gefälschten Vollmachten in Postfilialen ab. Die Polizei hatte den Mann im Februar dieses Jahres erwischt und festgenommen, als er gerade eine Bestellung abholen wollte. Der Mann war bereits vorbestraft und dem Görlitzer Kriminaldienst für Cybercrime bekannt. Seine Wohnung war 2019 zweimal erfolgreich durchsucht worden. Offensichtlich ließ er sich davon aber nicht von weiteren Taten abhalten. Er finanzierte seinen Drogenkonsum und Lebensunterhalt damit.

Das Schöffengericht hatte aufgrund der Beweislage keine Zweifel an der Schuld des Angeklagten. Zu seinen Lasten werteten die Richter die Unbelehrbarkeit des 33-Jährigen, die Schadenshöhe von mehr als 25.000 Euro und die seelischen Folgen für seine meist betagten Opfer.

Illustration:  Thorben Wengert / PIXELIO

19.11.21 wel