Mitten im Weihnachtsgetümmel: Spektakulärer Überfall auf KaDeWe

Berlin (dpa). Mitten im Weihnachtstrubel haben heute Vormittag mehrere Maskierte das Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin überfallen. Sie sprühten einem Sicherheitsmann Reizgas ins Gesicht, zerschlugen Schmuckvitrinen bei einem Juwelier und flohen dann in einem dunklen Auto, wie ein Polizeisprecher sagte. Schüsse seien nicht gefallen. Laut Feuerwehr versorgte der Rettungsdienst elf Menschen am KaDeWe (Kaufhaus des Westens), darunter ein kleines Kind. Sie sollen Reizgas eingeatmet haben. Fest steht laut Polizei: «Es wurde Beute gemacht.» Wie viel und was die Räuber mitnahmen, ist aber unklar.

Die Täter, ersten Erkenntnissen zufolge waren es wohl vier Männer, gelangten über einen Seiteneingang in das Kaufhaus. Der Überfall geschah etwa eine Stunde nach Öffnung des Hauses in der Nähe des Kurfürstendamms. An Wochenenden und speziell kurz vor Weihnachten ist es besonders gut besucht. «Es gibt viele Zeugen», hieß es bei der Polizei. Zunächst hatten Medien berichtet, es sei auch ein Schuss gefallen. «Ich weiß nichts von Waffen», sagte eine Polizeisprecherin dazu. Zur Frage, womit die Vitrinen eingeschlagen wurden, gebe es unterschiedliche Zeugenaussagen.

Das KaDeWe wurde nach dem Überfall zunächst geschlossen – nur wenig später aber wieder geöffnet. Der Überfall ereignete sich genau ein Vierteljahr nach dem Raubüberfall auf einen Geldboten vor einem nahe gelegenen Apple-Geschäft. Auch in diesem Fall machten sich die Täter den Samstagsgeschäftstrubel zunutze.

20.12.2014 Ta