Vor Mord Disco-Besuch

Wer hat Zakia Mansour umgebracht?

(XY-Sendung vom 13. Januar 2021)
Die Tote liegt mit dem Gesicht nach unten in einem Wasserloch, gerade so groß wie die Leiche selbst. Auf dem Feldweg nebenan eine blutige Schleifspur, ausgeschlagene Zähne in einem Graben. Die junge Frau wurde ermordet – so viel steht auf Anhieb fest. Doch wer ist sie? 25 Jahre lang tappt die Kripo Gifhorn im Dunkeln.

XY-Szenenfoto

Am 26. Dezember 1994 wird die Leiche der jungen Frau auf einem Feldweg bei Eickhorst  im Landkreis Gifhorn gefunden. Der Gerichtsmediziner stellt fest: Das Opfer wurde mit einem scharfkantigen Gegenstandattackiert, eventuell einem Beil oder Klappspaten. Das Gesicht wurde bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert. Persönliche Gegenstände gibt es nicht am Tatort. Für die Suche nach der Identität der Frau braucht die Polizei einen langen Atem.

Ermordet: Zakia Mansour

Alle Möglichkeiten ausgeschöpft
Experten untersuchen die Leiche und stellen fest: Bei der Ermordeten könnte es sich um eine aus Asien stammende Frau handeln. Ein Phantombild des Opfers wird angefertigt und veröffentlicht. Doch niemand kann der Polizei helfen. Keiner scheint die Tote zu erkennen.

25 Jahre später plötzlich der Durchbruch in den Ermittlungen: Die Identität der Toten ist geklärt. Sie konnte aufgrund einer erst jetzt eingegangenen Vermisstenanzeige des Sohnes identifiziert werden. Bei dem Opfer handelt sich um eine Tunesierin mit dem Namen Zakia Mansour. Die 28-Jährige war am 13. Dezember 1994 am Flughafen in Hannover gelandet. Danach hielt sie sich in den Bereichen Wolfsburg und Salzgitter auf, ehe sie vermutlich in der Nacht zum 24. Dezember 1994 ermordet wurde.

Wer hat Zakia Mansour in diesem Bereich zwischen dem 13. und 24.12.1994 gesehen?

Mit wem war Zakia in der Disco?
Aufgrund von Presseveröffentlichungen meldet sich ein Zeuge, der Zakia Mansour vor ihrem Tod in der Disco „Nanu“ in Salzgitter-Lebenstedt gesehen haben will: Entweder am 16. / 17. Dezember oder am 23. Dezember 1994. Allerdings war die Diskothek zwischenzeitlich abgerissen worden. Die Polizei hofft, dass sich Besucher von damals auch nach so langer Zeit noch an Zakia Mansour und ihre Begleitung erinnern können und/oder noch Fotos von damals besitzen, die die 28-Jährige dort zeigen.

Bei ihren Ermittlungen stößt die Polizei auf einen Vermisstenfall, der im Zusammenhang mit dem Mord an Zakia Mansour stehen könnte: Am 24. Dezember 1994 verschwand Ganya Thielke, eine Prostituierte, die den Spitznamen „NOK“ verwendete. Sie hielt sich zuletzt in Winsen/Luhe und in Hannover auf. Danach verschwand sie spurlos – bis heute. Hat dieser Fall etwas mit dem Mord an Zakia Mansour zu tun?

Zakia Mansour trug in der Tatnacht einen viel zu großen Mantel und diese Schuhe.

Beschreibung  Zakia Mansour (1994):
gebürtige Tunesierin, 28 Jahre alt, 1,51 m groß, schlank, schwarzes, schulterlanges Haar, rotbraun-metallicfarben lackierte Finger- und Fußnägel, kleiner, stecknadelkopfgroßer Leberfleck auf der rechten Wange.
Kleidung zuletzt: schwarzes, kurzes, enganliegendes Samtkleid mit langen Ärmeln, schwarze Strumpfhose, brauner, viel zu großer, laienhaft gekürzter Wollmantel, Größe 46, schwarze Wildleder-Schnürstiefel.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer hat Zakia Mansour zwischen 13. und 24. Dezember 1994 in den Bereichen Salzgitter oder Wolfsburg gesehen?
  • Wer war in dieser Zeit ebenfalls in der Diskothek „Nanu“ in Salzgitter-Lebenstedt und kann sich daran erinnern, wer Zakia Mansour begleitet hat?
  • Wer hat damals Fotos vom Innenraum der Disco „Nanu“ gemacht?
  • Wer hat generell Beobachtungen gemacht, die mit dem Mord an Zakia Mansour in Verbindung stehen könnten?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig:  Kripo Gifhorn, Telefon: 05371 / 98 00