Mutter ist tot

Anonymer Brief führt Kripo zur Leiche einer Vermissten

München (dpa/lby). Nach dem Leichenfund in einem Münchner Waldstück ist die Identität der Toten geklärt. Bei dem Opfer handele es sich um eine zweifache Mutter, die vor 14 Monaten spurlos verschwunden ist, gab Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch nach der Obduktion der Leichenteile bekannt. Ein anonym verfasster Brief hat Polizei und Staatsanwaltschaft Anfang letzter Woche auf den Fundort der Leiche in einem Wald im Münchner Westen hingewiesen. Als die Kripo dort nachsah, fand sie unter einem Baumstamm Teile eines Skeletts, die in die Gerichstmedizin gebracht wurden.
 
Die Kripo geht von einem Kapitalverbrechen aus. Unter Mordverdacht steht der 44-jährige Ehemann der Frau. Er hatte nach dem Verschwinden der 36-Jährigen im März 2013 angegeben, die Frau habe die Wohnung verlassen und sei nicht zurückgekehrt. Eine Freundin machte sich Sorgen um die Frau und meldete sie fünf Tage nach ihrem Verschwinden als vermisst. 

Schon kurz danach hatte die Kripo den Verdacht, dass die 36-Jährige Opfer eines Verbrechens wurde. Und schon wenige Tage später erließ ein Ermittlungsrichter gegen den Mann Haftbefehl wegen Mordes. Einige Spuren und die Tatsache, dass die Frau ihre damals zwei und fünf Jahre alten Kinder nicht allein zurückgelassen hätte, rückten den Ehemann ins Visier der Ermittler.

12.05.2014 Ta