Nach Angriff auf Polizisten: Berliner Polizei geht gegen Autonome vor

Berlin (dpa/bb). An zwei Tagen hintereinander ist die Berliner Polizei der linksautonomen Szene auf die Pelle gerückt. Nach einem Angriff auf einen Polizisten, der einen Strafzettel ausstellen wollte, durchsuchten etwa 500 Beamte am Mittwochabend ein der linksextremen Szene zugerechnetes Wohnhaus in Berlin-Friedrichshain. Das Täterquartett sollte in dieses Haus geflüchtet sein.

Gestern hat die Polizei erneut die Lage sondiert. Polizisten gingen über die Dächer des durchsuchten Hauses und der Nachbarhäuser. Es gehe um gefährliche Gegenstände, die von den Dächern geworfen werden könnten, erläuterte ein Polizeisprecher. Das diene der Gefahrenabwehr, weil auf der Straße erneut viele Polizisten einer Einsatzhundertschaft unterwegs seien.

Angreifer bis jetzt nicht gefasst
Schon in der Vergangenheit sind immer wieder Streifenwagen und Polizisten mit Steinwürfen von den Dächern angegriffen worden. Bei der Durchsuchung am Mittwoch fand die Polizei im Innenhof Einkaufswagen und Plastikwannen voller Steine sowie Eisenstangen, Feuerlöscher und sogenannte Krähenfüße, mit denen Autoreifen beschädigt werden können.

Bei der gestrigen Aktion nahm die Polizei fünf Menschen wegen Widerstandes und Körperverletzung fest. Alle wurden aber nach Feststellung der Personalien wieder freigelassen. Die vier Angreifer auf den Polizisten wurden nicht gefasst.

15.01.2016 Ta