Nach Überfall auf Goldtransport: 100.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Alzenau (dpa/wel) – Nachdem falsche Polizisten einen Goldtransporter in Unterfranken überfallen haben, ist für Hinweise aus der Bevölkerung nun eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt worden. Die Ermittler hoffen vor allem auf mehr Informationen zum Fluchtauto, zu Handfesseln und zur Beute. Der Fall war im August bereits Thema in «Aktenzeichen XY… ungelöst».

In «Aktenzeichen XY… ungelöst» bat Rudi Cerne unter anderem um Hinweise zum Fluchtfahrzeug der Täter.

Geraubte Transportboxern mit Goldgranulat

Wenige Tage zuvor, am 19. August, hatten bewaffnete Unbekannte in Polizei-Uniformen einen Werttransporter in einem Industriegebiet in Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) zum Anhalten bewegt und die Insassen gefesselt. Sie raubten laut Polizei mehrere Behälter mit Goldgranulat.

Das verlassene Fluchtfahrzeug, ein schwarzer Jaguar mit dem gefälschten Kennzeichen OF-XE 3000, wurde später wenige Kilometer entfernt in der Nähe eines Autobahn-Pendlerparkplatzes brennend gefunden. Der Wagen war bereits Ende Juni im hessischen Langen (Landkreis Offenbach) gestohlen worden und war vor dem Überfall auch schon in Berlin aufgetaucht.

Neben Hinweisen zum Auto geht die Polizei nun unter anderem der Frage nach, welches Unternehmen Handschellen mit sechsstelligen Nummern herstellt. Außerdem hoffen die Ermittler auf Hinweise zur Beute, also zu größeren zum Verkauf angebotenen Mengen Goldgranulat.

Die Belohnung von 100.000 Euro wurde von zwei geschädigten Unternehmen ausgesetzt. Den Wert der Beute gibt die Polizei nicht bekannt.

Fotos:  Securitel / ZDF, PP Unterfranken 

08.11.22 wel