Nächtliche Brandanschläge

Angeblich politisch motivierte Taten

Bei dem Anschlag in Braunschweig wurden zehn Fahrzeuge und ein Anhänger zerstört.

(XY-Sendung vom 15. September 2021)
500.000 Euro Schaden – das ist die Bilanz nach zwei politisch motivierten Brandanschlägen in Niedersachsen. Die Generalstaatsanwaltschaft Celle und das LKA Niedersachsen ermitteln wegen vorsätzlicher Brandstiftung und „verfassungsfeindlicher Sabotage“.

Ziel der Anschläge waren zwei Niederlassungen der Landesaufnahmebehörde für Flüchtlinge in Braunschweig und Hannover. In der Nacht zu Samstag, dem 9. Januar 2021 hatten Unbekannte gegen 2.20 Uhr in Braunschweig zehn Fahrzeuge und einen Anhänger der Behörde in Brand gesteckt. Die Fahrzeuge wurden dabei völlig zerstört. Der Tatort liegt südlich des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg in der Boeselagerstraße.

Am Tatort gefundene Benzinkanister

Kanister gefunden
In derselben Nacht versuchten Unbekannte auch ein Gebäude der Landesaufnahmebehörde anzuzünden – rund 70 Kilometer vom ersten Tatort  entfernt, in der Nähe des Flughafens in Langenhagen bei Hannover, in der Benkendorffstraße. Dort aber blieb es beim Versuch. Die Brandsätze zündeten nicht, die Polizei stellte am Tatort sechs gefüllte Benzinkanister sicher.

Lage des ersten Tatorts in Braunschweig.

Wie die Ermittlungsbehörden mitteilten, tauchte nur wenige Stunden nach den Anschlägen auf der Internet-Plattform „Indymedia“ ein anonymes Bekennerschreiben auf. Demnach sind die Täter dem linksextremen Spektrum zuzuordnen.Ihre Taten hätten sich gegen die Abschiebepolitik Deutschlands und Europas gerichtet, heißt es dort.

Fragen nach Zeugen:

  • Lage des zweiten Tatorts in Langenhagen bei Hannover.

    Wem sind zur Tatzeit oder in den Tagen zuvor verdächtige Fahrzeuge oder Personen in der Nähe der beiden Tatorte aufgefallen?

  • Wer kann Angaben zu den verwendeten Benzin-Kanistern machen: schwarze Kunststoff-Kanister der niederländischen Firma „Jagtenberg Plastics BV“ mit grünen und roten Kappen, Fassungsvermögen: jeweils 20 Liter.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Taten führen, ist eine Belohnung in Höhe von 2.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: LKA Niedersachsen, Telefon 0511 / 26 26 24 280
(ab 16. September: 0511 / 26 26 20)