Nächtliche Suche im Wald

Bewaffneter Jäger bedroht seine Frau und flüchtet in den Forst

Pleiskirchen (dpa). Nach einem Familienstreit ist ein bewaffneter Mann in Bayern vor der Polizei in einen Wald geflohen. Rund 150 Beamte riegelten das Gebiet im Landkreis Altötting gestern großräumig ab, auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) und Hunde waren im Einsatz. Am Abend entschärfte sich dann die Situation etwas. Der Anwalt des Mannes teilte der Polizei mit, dass  der Gesuchte ihm wegen des hohen Fahndungsdrucks die Waffe an einem geheimen Ort übergeben habe. Der Jäger wolle sich später auch mit der Polizei in Verbindung setzen, ließ der Rechtsanwalt verlauten.

Die nächtliche Suche sei für die Einsatzkräfte extrem gefährlich gewesen. Der Mann sei Jäger, besitze Gewehre und Pistolen und habe eine Schusswaffe mitgenommen, sagte ein Polizeisprecher. Außerdem kenne er sich in dem Wald in der Nachbarschaft seines Heimatorts Pleiskirchen aus. Der 60-Jährige soll seine Ehefrau zuvor massiv bedroht haben. Deshalb wollten Polizisten ihn festnehmen. Der Geflüchtete soll sich bei seinem Rechtsanwalt gemeldet haben.

Erst kürzlich wurden im Raum München zwei Frauen nach vorangegangener Morddrohung von ihren Ex-Partnern umgebracht.

07.11.2013 Ta