Neue Hinweise zu toten Geschwistern

Schwarzenberg/Zwickau (dpa/sn). Im Fall der toten Babys von Schwarzenberg und Rotava (Tschechien) gibt es nach einem Aufruf an die Bevölkerung 38 neue Hinweise. Allein 22 seien nach der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY … ungelöst» am 8. Mai eingegangen, erklärte die Polizei in Zwickau. 12 bezögen sich auf mögliche Verdächtige vor allem aus dem Erzgebirge, andere auf die Herkunft eines blauen Handtuchs, das bei dem in Schwarzenberg gefundenen Baby entdeckt worden war. Solche Handtücher sollen früher bei der Wismut an Mitarbeiter ausgegeben und in Krankenhäusern sowie von Pflegediensten verwendet worden sein.

In den vergangenen Wochen hat die Polizei zudem rund 2.700 Briefe an Haushalte verteilt. Die Ermittler vermuten, dass die Mutter der Kinder einst in Schwarzenberg gelebt oder gearbeitet hat und ihre Schwangerschaft jemandem aufgefallen sein muss. Ein Gentest bei 2.271 Frauen aus der Region ist ohne Ergebnis geblieben.

Die Säuglinge sind laut DNA-Test Geschwister. Am 19. Januar 2011 ist eines der toten Babys in einem Kleidercontainer in Schwarzenberg im Erzgebirge entdeckt worden. Im Juni 2012 wurde dann bei Rotava in der Nähe von Karlovy Vary (Karlsbad) das andere tote Neugeborene gefunden.

18.05.2013 Ta