Wichtigste Zeugin: ein Kind

Neue Spur in "Cold Case"

(XY-Sendung vom 18. März 2020)
Ein 86 Jahre alter Mann wird in seiner Wohnung getötet. Das Verbrechen bleibt ungeklärt. 25 Jahre später rollt die Kripo Hamburg den Fall wieder auf. Ein Phantombild soll nun zum Täter führen.

XY-Szenenfoto

Bernhard Hunze ist ein vorsichtiger Mann. Er lebt in einem Mehrfamilienhaus an der Lauensteinstraße in Hamburg-Barmbek. Fremde Leute lässt er nicht in seine Wohnung. Seit dem Tod seiner Frau telefoniert er jeden Tag um die gleiche Uhrzeit mit seinem Neffen in Hannover.

Bernhard Hunze †

Trotz aller Vorsicht überfallen
Doch am Mittwoch, den 19. Oktober 1994, meldet er sich nicht. Aus Sorge verständigt der Neffe eine Nachbarin von Bernhard Hunze. Sie findet den 86-Jährigen wenig später tot im Flur seiner Wohnung. Die Hände und Beine des Toten sind locker mit Geschenkband umwickelt. Ein Knebel steckt in seinem Mund. Der alte Mann ist daran erstickt. Der oder die Täter haben die Wohnung durchwühlt. Es fehlen mehrere Tausend D-Mark.

Einige Stunden vor dem Auffinden des Toten kommt die Tochter der Nachbarn nach Hause. Die Schülerin hat einen Mann und eine rothaarige Frau an der Wohnungstür des Opfers gesehen. Die Gesamtsituation erscheint dem kleinen Mädchen ungewöhnlich. 2019, 25 Jahre später, wird die Zeugin von damals erneut von der Polizei befragt. Mit Hilfe eines sogenannten „kognitiven Interviews“ macht sie detaillierte Angaben – insbesondere zu der rothaarigen Frau. Nach ihren Angaben entsteht ein Phantombild. Die rothaarige Frau wird als weitere mögliche Zeugin gesucht.

Diese Frau wird von der Kripo Hamburg als wichtige Zeugin gesucht

Gesuchte Zeugen:
Die Frau war 1994 etwa 45 Jahre alt, 1,70 m bis 1,75 m groß und hatte große grüne Augen und eine normale Figur. Sie trug kinnlange, auffällig rote wellige Haare und eine auffällige Hornbrille mit goldenem Gestell. Kleidung: eine Jacke, vermutlich eine Bluse und ein Rock.

Ihr Begleiter war etwa 55 Jahre alt und hatte kurze schwarz-graue Haare. Er trug eine lange Stoffhose, ein Jackett sowie einen Hut.

Belohnung:
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig:
Kripo Hamburg, Telefon: 040 / 4286-56789 (ab 19. März: 040 – 4286-50)