Neuer Kinderporno-Fall in Würzburg: 5 Mädchen vergewaltigt und gefilmt

Würzburg (dpa) – Neben dem Kinderporno-Skandal um einen Sprachtherapeuten in Würzburg  ermittelt die Polizei in Unterfranken in einem weiteren Fall von schwerem sexuellen Missbrauch. Ein 19-Jähriger soll im Raum Würzburg mehrere minderjährige Mädchen vergewaltigt haben. Auch soll er die Taten fotografiert und gefilmt haben. Auf seinem Handy entdeckten die Ermittler rund 1.000 kinder- und jugendpornografische Bilder sowie Videos. Darunter war auch von ihm selbst aufgenommenes Material.

Erst vor rund zwei Wochen hatte ein Kinderpornofall in Würzburg bundesweit Aufsehen erregt. Ein 37-jähriger Logopäde soll über Jahre kleine Buben im Kindergartenalter missbraucht und die Taten gefilmt haben (e110 berichtete). Fotos und Videos verbreitete er im sogenannten Darknet. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Er war in mehreren Einrichtungen tätig und hatte dort mit Kindern zu tun. Zudem betreute er zwei Pflegekinder. Die beiden Fälle stehen nach Polizeiangaben allerdings nicht in Zusammenhang.

Opfer: Fünf Mädchen zwischen 12 und 15
In dem nun bekanntgewordenen Fall sitzt der 19-Jährige wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und Missbrauch von fünf Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren in Untersuchungshaft. Die Opfer wurden alle identifiziert. Sie stammen aus dem Landkreis Würzburg.

Auf die Spur des Mannes war die Polizei über eine frühere Lebensgefährtin gekommen. Von ihr soll der Verdächtige heimlich Bilder bei sexuellen Handlungen gemacht haben. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung war dann belastendes Bildmaterial sichergestellt worden. Hinweise, dass der Mann die pornografischen Aufnahmen auch über Internet oder Darknet verbreitet hat, gibt es nicht. Es wird aber geprüft, ob die Aufnahmen per Messenger an einzelne Personen geschickt wurden. Der Mann war bereits wegen ähnlicher Delikte polizeilich bekannt, heißt es.

03.04.19 wel