Polizistenmord: Täter kamen von rechts

Stuttgart (dapd). Die 2007 in Heilbronn getötete Polizistin ist offenbar von Tätern mit Verbindungen in die rechtsextreme Szene erschossen worden. Die beiden mutmaßlichen Bankräuber, die in Eisenach tot aufgefunden wurden, und die wegen einer Hausexplosion in Zwickau verhaftete Beate Z. waren in der Neonazi-Szene aktiv, wie das Thüringer Innenministerium mitteilte. Das Trio, das auch mit dem Polizistenmord in Heilbronn in Verbindung gebracht wird, gehörte zur rechtsextremen «Thüringer Heimatschutz» (THS).

Der Fall gilt als einer der spektakulärsten in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte und beschäftigt Polizei und Staatsanwaltschaften in drei Ländern. Auch wenn sich die Ermittlungen noch lange hinziehen und zwei der Tatverdächtigen nicht mehr befragt werden können, hoffen die Ermittler auf eine Aufklärung. Die am Mittwoch in Untersuchungshaft genommene Beate Z. schweigt jedoch. Sie hatte zusammen mit den beiden mutmaßlichen Bankräubern in dem explodierten Haus in Zwickau gelebt.

Die Gruppe tauchte nach Angaben des thüringischen Innenministeriums 1998 unter, nachdem in Jena ihre Bombenwerkstatt ausgehoben worden war. Seitdem seien sie in Thüringen nicht mehr mit politisch motivierten Straftaten aufgefallen, sagte Landesinnenminister Jörg Geibert (CDU).

10.11.2011 dv