Rätselhafte Taten

Junge Männer in Todesangst versetzt

(XY-Sendung vom 14. Oktober 2020)
Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung – das sind die Delikte, die Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin einem mutmaßlichen Serientäter vorwerfen. Gibt es Taten des Mannes, die noch nicht bei der Polizei angezeigt wurden?

Seit 2015 sollen in mindestens drei Fällen junge Männer an ihren Haustüren von einem Tatverdächtigen im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf überrascht worden sein. Die Opfer wurden in ihre Keller gedrängt. Dort mussten sie sich mit verbundenen Augen vor dem Mann hinknien. Zum Teil wurden die Opfer auch geknebelt.

Opfer fotografiert
Die jungen Männer wussten nicht, was ihr Gegenüber mit ihnen vorhatte und erlitten Todesängste. Sie befürchteten, vergewaltigt oder gar ermordet zu werden. In Wirklichkeit wurden sie von dem Täter fotografiert – anschließend ergriff er ohne weitere Handlungen die Flucht. Was die Motivation des Täters ist, kann nur vermutet werden. Möglicherweise steckt ein sexuelles Motiv dahinter.

So soll der Täter bei seiner bislang letzten Tat bekleidet gewesen sein

Die Polizei glaubt, dass es noch weitere Opfer des Mannes geben könnte, die diese Taten noch nicht bei der Polizei angezeigt haben. Die Berliner Polizei bittet dringend mögliche weitere Opfer, sich bei ihr zu melden.

Täterbeschreibung:
20 bis 40 Jahre alt, 1,80 bis 1,85 m groß, kräftige Statur, spricht Hochdeutsch. Bei der Tat im Jahr 2017 trug er schwarze Handschuhe mit Knochenmotiv. Bei seiner bislang letzten bekannten Tat Ende Februar 2020 trug er eine helle, auffällige Jacke mit Camouflage-Muster, einen braunen Schal und ein weißes Basecap mit „Nike“-Symbol.

Frage nach Zeugen:
Wer ist ebenfalls Opfer einer solchen Straftat geworden und hat sich bisher nicht bei der Polizei gemeldet?

Zuständig: Polizei Berlin, Telefon 030 / 46 64 333 444