Rapper Bushido eingesperrt und erpresst – Anklage gegen vier Brüder

Berlin (dpa) – Die Berliner Staatsanwaltschaft hat den Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie in der Hauptstadt sowie drei seiner Brüder angeklagt. In der umfangreichen Anklageschrift von etwa 100 Seiten geht es um Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gestern mit.

Der heute 43-jährige mutmaßliche Haupttäter soll im Dezember 2017 versucht haben, von Bushido eine Abfindung für dessen Trennung der langjährigen Geschäftsbeziehungen zu erpressen. Dabei soll der Musiker in einem Büro eingesperrt und mit einer Flasche beworfen worden sein.  Die Vorwürfe gegen den 43-Jährigen lauten auf versuchte schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Beleidigung. Den anderen werde Beihilfe vorgeworfen.

Einem 38 Jahre alten Angeschuldigten wird zum anderen die Entziehung Minderjähriger zur Last gelegt. Er soll vor knapp einem Jahr seine zwei Kinder aus Dänemark entführt und nach Deutschland zu seiner Mutter gebracht haben. Die Ehefrau und Mutter der Kinder soll mit ihnen ins Ausland geflüchtet sein. Die Verdächtigen sind auf freiem Fuß.

08.10.19 wel