Raubmord in Gütersloh: Tatzeit eingegrenzt

Gütersloh (dpa/lnw). Nach einem mutmaßlichen Raubmord in einem Wohnhaus in Gütersloh haben die Ermittler jetzt die Tatzeit eingegrenzt. Laut Pressemitteilung sollen die beiden Opfer an Heiligabend zwischen 15 und 24 Uhr getötet worden sein. Diese Zeitspanne begründet die Polizei mit Zeugenaussagen. Demnach wurden die späteren Opfer zuletzt am Nachmittag des 24. Dezember lebend gesehen. Um Mitternacht hat dann die Tochter erstmals versucht, ihre 74 Jahre alte Mutter telefonisch zu erreichen – erfolglos. Die Fahndung nach einem oder mehreren Tatverdächtigen läuft weiter. Die Suche nach dem Tatwerkzeug, vermutlich einem Messer, wurde gestern Mittag erfolglos abgebrochen.

Polizeihundertschaften haben gestern Morgen den angrenzenden Stadtpark und den Botanischen Garten in Gütersloh durchstreift. Laut Pressemitteilung fanden die Suchtrupps aus Köln und Dortmund zwar kein Messer, dafür aber zahlreiche andere Gegenstände. Ob die mit der Tat in Zusammenhang stehen, müssen jetzt die Ermittler klären.

Haus wurde durchwühlt
Am ersten Weihnachtsfeiertag entdeckte die Tochter ihre tote 74-jährige Mutter und ihren ebenfalls toten drei Jahre älteren Onkel. Den grausamen Fund machte sie, nachdem sie die Ärztin und den Lehrer im Ruhestand über Stunden nicht erreicht hatte. Die Frau fuhr zum Haus ihrer Mutter, weil Nachbarn zwar Licht im Haus sahen, aber auf Klingeln niemand reagierte.

Beide Opfer seien mit mehreren Stichen getötet worden, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Da das Wohnhaus von den Tätern durchsucht worden ist, gehen die Ermittler dem Verdacht eines Raubmordes nach. Der 77-Jährige wohnte nach Polizeiangaben in einer Einliegerwohnung in der oberen Etage. Die Einsatzkräfte hatten dort in der Küche einen geöffneten Gashahn und austretendes Gas bemerkt. Gestern beendeten die Ermittler die Spurensicherung am und im Haus. Offen bleibt, wie die oder der Täter ins Haus kamen. Einspruchsspuren fand die Polizei nicht.

28.12.2013 Ta