Revierkämpfe unter Dealern? Massenschlägerei im Görlitzer Park

Berlin (dpa) – Etwa 30 Männer haben im als Drogenumschlagplatz berüchtigten Görlitzer Park mit Metallstangen und Holzlatten aufeinander eingeschlagen. Die Polizei ging gestern Abend dazwischen und nahm neun Beteiligte im Alter von 17 bis 33 Jahren fest. Ein Polizist zog seine Dienstwaffe, um mehrere Männer auf Abstand zu halten. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen. Unter anderem wird wegen mehreren Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Aufenthaltsgesetz ermittelt. Verletzt wurde bei dem Einsatz im Ortsteil Kreuzberg den Angaben zufolge niemand.

Laut Polizei wurden Zivilpolizisten auf die Schlägerei aufmerksam und liefen zu der Gruppe. Die teils mit Holzlatten und Metallstangen bewaffneten Männer ergriffen die Flucht. Ein 22-Jähriger wurde von der Polizei gestoppt. Er soll mehrfach mit den Fäusten in Richtung des Kopfes eines Polizisten geschlagen haben. Vorher soll der Mann noch Drogen weggeworfen haben. Zehn mit Schlagwerkzeugen bewaffnete Männer sollen ihm zu Hilfe geeilt sein. Um sie zurückzuhalten, zog der Polizist die Pistole. Unterstützungskräfte drängten die Männer weg. Dabei wurde auch Pfefferspray eingesetzt.

Nach einem der Festgenommenen wurde laut Polizei zur Durchsetzung einer räumlichen Beschränkung gefahndet. Er wurde deshalb für die Rückführung in Gewahrsam gebracht. Ein weiterer wurde für das Landeseinwohneramt Berlin eingeliefert. Gegen einen dritten Mann bestand ein auswärtiger Haftbefehl. Er kam ebenfalls in Polizeigewahrsam. Die anderen Festgenommenen wurden wieder entlassen, wie es hieß.

17.11.22 wel