Scharmützel zwischen Demonstranten: 25 Personen festgenommen

Stuttgart (dpa/lsw). Nach der «Demo für alle» und der Gegendemonstration in Stuttgart hat die Polizei bei Auseinandersetzungen 25 Menschen festgenommen. Ihnen drohen Anzeigen, teils wegen schwerer Körperverletzung, wie die Polizei meldet. Es kam zu «einzelnen Scharmützeln zwischen Linken und mutmaßlichen Personen, die der rechten Szene zugeordnet werden können», die teilweise gar nicht zur Demonstration gehörten, wie der Polizeisprecher betonte. «Es gibt Leute, die nur dafür anreisen, und Grund für die Konfrontation suchen.» Zahlreiche Platzwunden mussten ärztlich versorgt werden.

Bereits während der Demonstration kam es zu Rangeleien. Teilnehmer der Gegendemonstration für Vielfalt und Toleranz errichteten eine Straßenblockade, um die Demonstranten des Aktionsbündnisses «Für Ehe und Familie – Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!» an ihrem Marsch zu hindern. Nach der Aufforderung der Polizei machten sie jedoch den Weg frei.

Zweimal setzte die Polizei auch Pfefferspray ein, als Demonstranten Blockaden überstiegen und Teilnehmer der «Demo für alle» mit Algen bewarfen. Diese mussten danach von Sanitätern versorgt werden.

12.10.2015 Ta