Sexualtäter stellt sich als Model-Scout vor – Kripo Hamburg sucht weitere Opfer

Hamburg (dpa) – Ein Sexualstraftäter, der vor anderthalb Wochen in Hamburg-Wandsbek eine 18-Jährige zu sexuellen Handlungen gezwungen haben soll, ist möglicherweise für weitere Taten verantwortlich. Ermittler des Landeskriminalamts und die Staatsanwaltschaft Hamburg prüfen derzeit, ob und inwiefern Zusammenhänge mit zwei weiteren Sexualdelikten vom April bestehen, teilte die Polizei mit. Sie bat Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Polizei zu melden. Außerdem sollten sich Opfer, denen in Hamburg Ähnliches widerfahren sei, ebenfalls melden.

Allen Taten gemein ist, dass sich der Täter als Vertreter einer Model-Agentur oder als Musikproduzent ausgegeben hat, um mit den jungen Frauen ins Gespräch zu kommen. Im Fall der 18-Jährigen hat er die junge Frau nachmittags am ZOB Wandsbek angesprochen, in das nahe gelegene Wandsbeker Gehölz gelockt und dort zu sexuellen Handlungen gezwungen. Anschließend war er geflüchtet.

In den beiden Fällen im April habe sich der Täter jeweils als «Samuel» vorgestellt. Bei einer 19-Jährigen lief die Tat am 10. April zunächst ebenfalls am ZOB Wandsbek wie bei der 18-Jährigen ab. Allerdings ließ der Mann im Wandsbeker Gehölz von der jungen Frau ab und flüchtete, als Verwandte der 18-Jährigen auftauchten, die sich Sorgen gemacht hatten.

Im dritten Fall hatte der Täter laut Polizei eine heute 22-Jährige am 28. April im Nachtbus der Linie 600 vom Winterhuder Marktplatz zum Bahnhof Barmbek angesprochen und sie dann dazu gebracht, ihm zu einer Bank zu folgen. Dort forderte er die junge Frau auf sich auszuziehen. Er soll sie auch kurzzeitig gewürgt haben. Die damals 21-Jährige konnte letztlich flüchten.

04.09.22 wel