Sohn soll 56-Jährigen ermordet haben – Keine Spur von der Leiche

Duisburg/Moers (dpa) – Im Fall des seit 12. September 2022 verschwundenen und vermutlich getöteten 56 Jahre alten Mannes aus Moers hat die Polizei jetzt zwei Tatverdächtige festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft Moers (Niederrhein) und die Duisburger Polizei heute mitteilten, seien der 20 Jahre alte Sohn des mutmaßlichen Opfers und ein 48-jähriger Bekannter aus Neukirchen-Vluyn am Montag festgenommen worden. Sie stehen in dringendem Verdacht, den 56-Jährigen nach dessen Rückkehr aus der Türkei am 12. September gemeinschaftlich ermordet zu haben. Der Leichnam des 56-Jährigen ist nach wie vor verschwunden. Es gebe bislang auch keinen Hinweis auf dessen Verbleib, hieß es.

Am Montag waren den Angaben zufolge zunächst vier Wohnanschriften und ein Ladenlokal in Moers und Neukirchen-Vluyn durchsucht worden. Dabei seien drei Fahrzeuge, mehrere Datenträger und Mobiltelefone sichergestellt geworden. Noch am selben Abend hatten Ermittler der Duisburger Mordkommission die beiden Beschuldigten festgenommen. Seit Dienstag sitzen sie in Untersuchungshaft.

Weitere Mittäter?  
Der dringende Tatverdacht gegen den Sohn und den 48-Jährigen ergebe sich aus Zeugenaussagen, der Spurenauswertung in der Wohnung des mutmaßlichen Opfers sowie weiterer Ermittlungen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 56-Jährige in seiner eigenen Wohnung ermordet und dann beseitigt wurde.

Ob weitere Personen in die Tat verwickelt waren oder bei der Beseitigung der Leiche geholfen haben, ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen. Über die Hintergründe der mutmaßlichen Tat teilten die Behörden keine Details mit.

Der 56-Jährige war nach einem Türkei-Urlaub am 12. September nachweislich wieder nach Deutschland eingereist. Familienangehörige und Freunde konnten ihn dann aber nicht erreichen. Zunächst gingen die Behörden von einem Vermisstenfall aus. Die Polizei suchte den Mann mit Fahndungsfotos und Zeugenaufrufen – ohne Erfolg  (e110 berichtete).

Nach und nach verdichteten sich Hinweise auf ein Verbrechen. Die Duisburger Mordkommission übernahm den Fall, suchte ab Anfang November auch mit Fahndungsplakaten nach Zeugen. Nun steht der Fall offenbar vor der Aufklärung.

Foto:  MK Duisburg

23.11.22 wel