Suche nach Phantom

Wo ist Vladimir Svintkovski?

(XY-Sendung vom 9. Januar 2019)
6. Mai 1999: Ein heimtückischer Mord erschüttert die Menschen in Berlin-Zehlendorf. Bis heute fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Täter.

Piotr Blumenstock war Arzt und stammte aus Polen. In Berlin betrieb er einen Medikamentenhandel. Er kaufte in Deutschland homöopathische Arzneimittel und exportierte sie nach Osteuropa. Ein lukratives Geschäft, das jedoch auch Konkurrenten auf den Plan gerufen haben soll.

Kaltblütiger Mord
Am 6. Mai 1999 wird Piotr Blumenstock von hinten mit Schüssen in Kopf und Hals niedergestreckt. Er stirbt wenige Tage später im Krankenhaus. Die Polizei vermutet schon bald einen Auftragsmord. Es folgen langwierige Ermittlungen. Inzwischen gilt der polnische Staatsbürger Vladimir Svintkovski als dringend tatverdächtig, die tödlichen Schüsse auf Piotr Blumenstock abgefeuert zu haben. Doch Vladimir Svintkovski ist bereits vor 19 Jahren untergetaucht – seit dem Jahr 2000 fehlt von ihm jede Spur.

Vladimir Svintkovski gilt in zwei Mordfällen als dringend tatverdächtig.

Vor der Tat hatte er selbst mehrere Jahre in Berlin gelebt und mit wertvollen Kirchenbildern (Ikonen) gehandelt. Auch die polnische Polizei sucht ihn als Tatverdächtigen in einem weiteren Mordfall. Die Ermittler vermuten, dass Vladimir Svintkovski irgendwo unter falscher Identität lebt. Er soll unter anderem Kontakte nach Italien, Spanien, Tschechien, Österreich und in die Niederlande gehabt haben, zudem in die USA und nach Kanada.

Leben im Luxus
Vladimir Svintkovski soll früher häufig unter falschem Namen aufgetreten sein und sein Aussehen immer wieder verändert haben, unter anderem mit Hilfe von Perücken. Die Polizei hält es für möglich, dass er mit Hilfe von plastischer Chirurgie sein Gesicht verändert haben könnte.

Der Gesuchte soll regelmäßig sein Aussehen geändert haben.

Personenbeschreibung:
67 Jahre alt, könnte jedoch deutlich jünger aussehen, etwa 1,76 m groß, spricht mehrere Sprachen, u. a. Deutsch, Polnisch und Russisch. Sein natürliches rotes Kopf- und Barthaar könnte inzwischen verblasst oder ergraut sein. Der Gesuchte soll stets einen luxuriösen Lebensstil gepflegt haben. Er fuhr Porsche, trug Maßanzüge und besuchte oft teure Restaurants und Spielbanken – dort vor allem den Roulettetisch. Zudem soll er viel gereist sein, meist mit dem Zug. Aufgrund psychischer Probleme soll Vladimir Svintkovski immer wieder Psychiater konsultiert haben.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer steht oder stand mit Vladimir Svintkovski in Kontakt?
  • Wer weiß, wo sich Vladimir Svintkovski aktuell aufhält?
  • Wer kann der Polizei weitere sachdienliche Hinweise zu Vladimir Svintkovski geben?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Verhaftung des Gesuchten und zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

 Zuständig: Landeskriminalamt Berlin, Telefon 030 / 46 64 973 209