Suhler Familenvater tot

Leichenspürhund entdeckt Toten an einem Wasserhochbehälter in Suhl

Suhl (dpa). Der verschwundene Vater der beiden getöteten Kinder aus Suhl ist tot. Seine Leiche wurde gestern an einem Wasserhochbehälter in der Stadt entdeckt, wie die Polizei bekanntgab. Der Mann wurde seit Ende August vermisst. Er soll seine beiden Kinder – ein sechs Monate altes Mädchen und einen knapp zwei Jahre alten Jungen – erstickt haben. Seitdem wurde er mit einem Haftbefehl bundesweit gesucht.

Eine Obduktion der Leiche in der Rechtsmedizin in Jena hat heute laut Polizei Klarheit gebracht. Der Tote sei stark verwest, daher habe die Leiche nicht am Fundort identifiziert werden können. Laut Polizei gab es Spuren von Strangulieren. Nach ersten Erkenntnissen gebe es keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen. Vermutlich habe der Familienvater Selbstmord begangen.

Ein Diensthundeführer der Polizei habe gestern Morgen außerhalb seiner Arbeitszeit mit seinem Leichensuchhund den Toten entdeckt. Der Mann führte den Angaben zufolge das Tier auf dem Gelände des Wasser- und Abwasserzweckverbandes «Mittlerer Rennsteig» aus, als es plötzlich an der Umzäunung anschlug. Ein alarmierter Vertreter des Zweckverbandes öffnete das Tor, so dass das Gelände abgesucht werden konnte. Dann wurde die Leiche entdeckt.

Polizei suchte vergeblich
Die Tat hatte die Einwohner von Suhl geschockt. Die 23 Jahre alte Mutter der Kinder entdeckte die Leichen am 27. August in der gemeinsamen Wohnung. Der 34 Jahre alte Vater war verschwunden. Polizei und Staatsanwaltschaft gingen früh von einer Beziehungstat aus. Nach Angaben der Polizei hinterließ er eine Notiz. Sie könne so gedeutet werden, dass sich der Mann von seiner Frau trennen wollte, hat die Polizei damals erklärt. 

Tagelange großangelegte Suchaktionen mit Suchhunden, Wärmebildkameras, Nachtsichtgeräten sowie aus der Luft – auch im angrenzenden Thüringer Wald – hatten zu keinem Ergebnis geführt.

08.09.2013 Ta