Taximörder macht sich davon

Er ist sehr gewaltbereit und auf der Flucht

 Heidelberg (dapd)  Der sogenannte Taximörder sei äußerst gewaltbereit», warnten die Behörden. Nach ihm werde andesweit gefahndet. Da er über Kontakte in den Bodenseeraum verfügt, wird nicht ausgeschlossen, dass er
dorthin unterwegs ist. Wie die Polizei in Heidelberg mitteilte,
suchen mehr als 60 Beamte in Uniform und Zivil die Umgebung ab und werden dabei von Suchhunden und einem Hubschrauber unterstützt.

Der Mann konnte nach bisherigen Erkenntnissen bei einem Hofgang, den er alleine und in Fußfesseln absolvierte, aus der geschlossenen Abteilung des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (PZN) Wiesloch fliehen. Wie genau das passieren konnte, ist noch unklar.

Keine Anhalter mitnehmen
Der Sprecher der Polizeidirektion Heidelberg, Harald Kurzer, warnte dringend vor dem «hochgefährlichem Mann».  Menschen in der Region sollten keinesfalls Anhalter mitnehmen. Wer Hinweise auf ihn geben könne, solle sich sofort über Notruf bei der Polizei melden und sich in jedem Fall von ihm fernhalten.

Der 29-Jährige wird als 1,79 Meter groß und schlank beschrieben. Er habe ein rundes Gesicht, dunkelblonde, glatte Haare und sogenannte Geheimratsecken. Auffällig seien seine grünen Augen. Der Russland-Deutsche sei eine «osteuropäische Erscheinung». Er spricht laut Polizei Deutsch mit Akzent, außerdem Russisch und Englisch. Bekleidet sei er mit einem weißen T-Shirt, einer grauen Trainingshose sowie Badeschlappen.

Der Mann war im Februar zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden und wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Er hatte im Juni vergangenen Jahres eine 32 Jahre alte Taxifahrerin aus Hagnau (Bodenseekreis) mit mehreren Messerstichen in den Hals getötet. Tags zuvor hatte er eine weitere Taxifahrerin aus Singen lebensgefährlich verletzt und anschließend vergewaltigt. Die Frau wird wahrscheinlich für immer halbseitig gelähmt bleiben.

08.05.2011 dv