Testkäufer der Kripo decken auf: Gefälschte Marken-Mode wird verhökert

Neubrandenburg (dpa) – Mit Hilfe eines Testkäufers hat die Polizei einen Verkäufer von gefälschter Kleidung und Fake-Accessoires ertappt. Wie eine Polizeisprecherin gestern sagte, wurden in der Wohnung des 34-Jährigen in Neubrandenburg solche Waren kistenweise beschlagnahmt. Die etwa 500 Jacken, Hosen, T-Shirts oder Mützen hatten zwar die Logos von bekannten Markenherstellern, diese waren aber komplett gefälscht. Cyber-Crime-Spezialisten der Kriminalpolizei waren dem Verdächtigen auf die Spur gekommen.

Über die Internet-Verkaufsplattform habe der Testkäufer eines betroffenen Unternehmens vorher Waren bestellt und prompt auch Fake-Waren erhalten. Die Polizei ermittelte. Woher die Kleidung kam und inwieweit der Beschuldigte noch Komplizen hat, ist noch unklar. Nach möglichen Hintermännern wird noch gesucht. Es wird wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs und Verstoßes gegen Markenrecht ermittelt.

Die Polizei wies darauf hin, dass man bei Job-Angeboten, die einfaches, schnelles Geldverdienen versprechen, auch Vorsicht walten lassen soll. Auch das bloße Empfangen von Paketen, die dann unter einem anderen Etikett weiterverschickt werden, ist strafbar. Für Marken-Unternehmen entstehen auf diesem Wege «jährlich immense finanzielle Schäden.»

07.01.23 wel