Teure Ausflüge

In den Fängen von Betrügern

(XY-Spezial vom 30. Mai 2018)
In Dubai sind Geschmeide und Edelsteine noch günstig zu haben. Am besten gleich kaufen – als Wertanlage für zu Hause! Das zumindest versuchen besonders eifrige Reiseleiter, die mit Betrügern unter einer Decke stecken, gutgläubigen Touristen weis zu machen.

XY-Szenenfoto

Von den berühmt-berüchtigten Verkaufsfahrten hat mittlerweile fast jeder schon mal was gehört. Bucht man als Tourist einen Tagesausflug, vornehmlich in der Türkei oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten, oder einen Transfer zu einem anderen Hotel, wird nicht selten der ganze Bus voller Touristen auf dem Weg von einem Geschäft zum nächsten gefahren. Nicht selten gehen die Verkäufer bei dem Versuch, den gutgläubigen Urlaubern ihre Ware zu völlig überteuerten Preisen zu verkaufen, ziemlich rabiat vor.

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In die Ecke gedrängt
Neu ist mittlerweile diese Masche: Die Touristen werden jetzt nicht mehr durch Hinterhofmärkte geschleust, sondern in ziemlich teuer anmutenden Schmuckläden abgeladen. Hier nehmen dann gleich sehr gewiefte und deutschsprachige Verkäufer ein Opfer in die Mangel. Getränke werden angeboten, sogar Geschenke gemacht – alles Strategie. Die Opfer sollen gefügig gemacht werden und kaufen. Wer erstmal in die Fänge der Betrüger geraten ist, hat kaum eine Chance zu entkommen.

Die Verkäufer drängen ihre Opfer einzeln in separate Verkaufsräume, abgeschirmt von den anderen Reisenden. In stundenlagen Verkaufsgesprächen werden die Opfer mürbe gemacht. Das Perfide: Der Schmuck ist echt, aber viel zu teuer. Doch das erkennen die geprellten Opfer erst zu Hause, außer Reichweite der Betrüger. Denn den Schmuck dürfen sie nicht gleich mitnehmen, er wird per Kurier nach Hause geschickt. Damit würden teure Zollgebühren umgangen, so das irreführende Argument der Betrüger.

Vorbeugetipps:

  1. Nie von den Mitreisenden separieren lassen;
  2. Daran denken, dass man im Visier von Gaunern ist; deshalb durchsetzen und „nein“ sagen;
  3. Kauflimit setzen;
  4. Geschenke immer ablehnen;
  5. Emotionale Distanz zum Verkäufer wahren.