Tod einer Lehrerin

Kannte sie ihren Mörder?

(XY-Sendung vom 10. Juli 2019) 
Monica Byrne, eine Grundschullehrerin aus Solingen, wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Was zunächst wie ein natürlicher Tod aussieht, entpuppt sich bald als Mord.

XY-Szenenfoto

Die letzten Lebenszeichen von Monica Byrne datieren von Sonntag, dem 28. März 2010, als sie mit der Familie ihres Bruders in England telefoniert. Zwei Tage später, am 30. März finden besorgte Freunde die Leiche der allein lebenden 63-Jährigen im Flur ihrer Wohnung am Neumarkt.

Das Mordopfer: Monica Byrne

Obduktion beweist: Mord
Monica Byrne litt an einer Reihe von Vorerkrankungen, die allesamt einen natürlichen Tod erklären würden. So war sie nach einem Herzinfarkt 2008 leicht gehbehindert und nur eingeschränkt dienstfähig. Anzeichen für ein Verbrechen werden zunächst nicht gefunden.

Doch dann fällt der Tochter der Verstorbenen auf, dass zwei Fingerringe fehlen, die Monica Byrne immer getragen hat. Daraufhin setzt die Polizei Ermittlungen in Gang. Bei der Obduktion des Leichnams werden tatsächlich Hinweise auf Gewalteinwirkung festgestellt. Eine Mordkommission wird eingerichtet.

War der Täter ein Bekannter?
Monica Byrne lebte seit den 60er Jahren in Deutschland. Sie war privat in der Musikszene Solingens sehr engagiert, brachte unbekannte Künstler und Veranstalter zusammen und organisierte Projekte. Aufgrund der Gesamtumstände geht die Kripo davon aus, dass der Täter im engeren Umfeld des Opfers zu suchen ist. Monica Byrne dürfte ihren Mörder gekannt haben. Eine Raubabsicht ist als alleiniges Mordmotiv unwahrscheinlich, da die Wohnung nicht durchsucht und Geld nicht entwendet wurde.

Verschwunden: „Queen-Victoria-Half-Sovereign“-Ring.

Anfang Mai 2010 bietet ein unbekanntes Paar einem Juwelier im Solinger Stadtteil Ohligs einen Ring zum Kauf an, der einem der verschwundenen Ringe von Monica Byrne sehr ähnlich sieht. Zum Kauf kommt es nicht. Dieses Paar wird von der Polizei bis heute gesucht.

Verschwundene Gegenstände:
Monica Byrne trug an ihrem linken Ringfinger zwei Ringe übereinander: einen auffällig gewölbten „Queen-Victoria-Half-Sovereign“-Ring. Das ist ein mit einer Münze des englischen Königshauses geprägter Goldring. Darüber trug sie den Ehering ihres verstorbenen Vaters.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

 Zuständig: Kripo Wuppertal, Telefon: 0202 / 28 40