Todesfahrt von Mannheim: Tatverdächtiger in Psychiatrie verlegt

Mannheim (dpa) – Er soll seinen Vater umgebracht und auf seiner Flucht eine Radlerin in Mannheim totgefahren haben: Nun ist der Verdächtige in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden. Ein Richter hat heute einen Unterbringungsbefehl gegen den 36-Jährigen erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Mannheim mit. Zuvor war der Mann aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Am Sonntagabend soll der Mann im rheinland-pfälzischen Ellerstadt seinen 69 Jahre alten Vater umgebracht haben. Im Auto seiner Mutter war er dann Richtung Mannheim geflüchtet, wo er offenbar absichtlich vier Radler rammte. Eine 71-Jährige starb  (e110 berichtete).  Zwei Männer sind mit schweren Verletzungen weiterhin im Krankenhaus und nicht vernehmungsfähig, ein dritter war bereits gestern aus der Klinik entlassen worden.

Zunächst nicht ansprechbar  
Der Tatverdächtige war bei seiner Festnahme kollabiert und im Krankenhaus zunächst nicht ansprechbar. Der offenbar psychisch kranke Verdächtige war auf der Flucht gewesen und schließlich in Mannheim in den Rhein gesprungen. Die Wasserschutzpolizei hat ihn aus dem Fluss gerettet.

Die Obduktion des Leichnams des 69-Jährigen hat den Angaben zufolge ergeben, dass der Mann durch Stiche in den Oberkörper innerlich verblutet ist.

Wie die Polizei zudem bekanntgab, ermittelte die Staatsanwaltschaft Frankenthal in Rheinland-Pfalz bereits im Jahr 2020 gegen den Tatverdächtigen – wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Das Verfahren war damals wegen Schuldunfähigkeit eingestellt worden. Jetzt wird gegen ihn wegen des Verdachts des Totschlags, des Mordes sowie des dreifachen versuchten Mordes ermittelt.

14.06.22 wel