Mord am Maisfeld

Wer hat Alexandra Belhaj umgebracht?

(XY-Sendung vom 9. September 2020)
Am 9. Juni 2008 wird Alexandra Belhaj tot an einem Maisfeld bei Randerath in Nordrhein-Westfalen aufgefunden. Sechs Tage lang galt sie als vermisst. Die 24-Jährige ging gelegentlich der Prostitution nach. War der letzte Freier ihr Mörder?

XY-Szenenfoto

Alexandra Belhaj hat keine eigene Unterkunft. Sie wohnt bei ihrer Mutter und ihrer Schwester in Düsseldorf. Wegen der Alkoholkrankheit und der Drogensucht der 24-Jährigen kommt es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen. Gelegentlich muss sogar die Polizei eingreifen.

Das Mordopfer: Alexandra Belhaj. Bis heute fehlt von ihrem auffälligen Ohrring jede Spur.

Mysteriöser Bekannter
Kurz vor ihrem Verschwinden verbringt Alexandra offenbar ein Hotel-Wochenende mit einem bis heute unbekannten Mann und bekommt Geld dafür. In der Nacht zum Dienstag, dem 3. Juni 2008 greifen Polizeibeamte Alexandra Belhaj am Düsseldorfer Hauptbahnhof auf. Sie ist stark betrunken und verbringt einige Stunden in Polizeigewahrsam. Nachmittags wird sie entlassen.

Am übernächsten Tag, 5. Juni 2008, sieht eine Zeugin Alexandra im 60 Kilometer entfernten Heinsberg. In einer Apotheke soll sie sich nach einem Medikament erkundigt haben. Bereits einige Tage vorher soll sie mit zwei Begleitern eine Grillbude im nahe gelegenen Ort Randerath aufgesucht haben.

Dieser Zettel wurde bei Alexandras Sachen gefunden.

Massive Gewalt gegen den Kopf
Die Obduktion ergibt massive Gewalt gegen den Kopf als Todesursache. Bald nach dem Auffinden der unbekleideten Leiche werden auch die Sachen von Alexandra Belhaj entdeckt, die sie zuletzt dabei hatte. Sie liegen scheinbar hastig entsorgt auf einem Rasenstück in Randerath. Darunter ein Zettel mit einer Handschrift – aber nicht die des Opfers .

Die Notiz: „Samstag, 31. 5. Treffen Parkplatz Disco in Hilfart – Himmerich.“ Die Ortsbezeichnung (Hilfahrth) ist falsch geschrieben, vielleicht ein Hinweis auf fehlende Ortskenntnis. Ob Alexandra wenige Tage vor ihrem Tod diese Diskothek bzw. den Parkplatz davor aufgesucht hat, ist unbekannt.

Verschwundener Gegenstand:
– auffälliger Ohrring

Leichenfundort bei Randerath

Fragen nach Zeugen:

  • Welchen Bezug hatte Alexandra Belhaj zum Ort Randerath?
  • Wer hat sie dort gesehen?
  • Wer hat die Notiz mit dem möglichen Treffpunkt geschrieben?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 1.500 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Aachen, Telefon: 0241 / 95 77 0