Junge stirbt bei Brandanschlag

Polizei ermittelt seit 31 Jahren

In diesem Haus kam es zu dem verheerenden Feuer.

(XY-Sendung vom 12. Januar 2022)
In der Nacht zum 17. November 1990, kurz vor drei Uhr, geht in Kempten im Allgäu ein Gebäude in Flammen auf. Das Haus steht an der Füssener Straße. In ihm wohnen insgesamt 29 Menschen, darunter mehrere türkische Familien.

Viele Bewohner können sich nur durch einen Sprung aus dem Fenster retten. Für einen fünf Jahre alten Jungen kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt an einer schweren Rauchvergiftung. Die Polizei findet Hinweise darauf, dass das Feuer bewusst gelegt worden sein könnte – möglicherweise wurde ein Brandbeschleuniger verwendet.

Bekennerschreiben

Zwei Wochen später geht bei der regionalen Tageszeitung ein Bekennerschreiben mit extrem rassistischem Wortlaut ein. Unterzeichnet ist es mit dem Begriff „Anti-Kanaken-Front-Kempten“ sowie einem Hakenkreuz.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer hat Informationen zu dem Hausbrand in der Füssener Straße in Kempten am 17. November 1990?
  • Wer hat vor oder nach dem Brand verdächtige Beobachtungen in der Nähe des Hauses gemacht?
  • Wer kann Angaben zu dem Bekennerschreiben und zu einer Gruppierung oder Organisation namens „Anti-Kanaken-Front-Kempten“ machen?

Zuständig:
Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben Schwaben Süd/West, Telefon: 0731 / 80 13 666
(ab 13. Januar: 0731 / 80 13 0)