Trauriger Rekord bei E-Bikes

Fahrraddiebstähle an der Ostsee – Tipp: Akku mitnehmen!

Nach dem «Corona»-bedingten Rückgang im Vorjahr haben E-Bike-Diebe 2021 wieder viel häufiger zugeschlagen. Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern meldet eine Rekordzahl – obwohl im Frühjahr 2021 noch Touristen fehlten.

Schwerin/Rostock (dpa/wel) – In Mecklenburg-Vorpommern wurden im laufenden Jahr deutlich mehr Elektro-Fahrräder gestohlen als in den Vorjahren. «Bis Ende Oktober wurden 464 Diebstähle von hochwertigen E-Bikes sowie Teilen davon angezeigt», sagte die Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) MV, Anna Lewerenz, der Deutschen Presse-Agentur. Das waren 70 Prozent mehr Fälle als 2020. Dabei kamen 439 E-Bikes komplett abhanden, was die bisher höchste Zahl im Nordosten bedeutet. Der Gesamtschaden wird für 2021 auf 1,16 Millionen Euro geschätzt. Das sind etwa 260.000 Euro mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019, als 409 E-Bikes verschwanden.

2020 lag der Gesamtschaden beim E-Räder-Klau bei rund 791.000 Euro, was vor allem an der «Corona»-Krise lag. So durften Touristen von März bis Ende Mai in der bei Rad-Urlaubern beliebten Frühlingszeit nicht in den Nordosten kommen.

Fahrraddiebe am Ostsee-Strand 
Mit 148 Fällen wurden 2021 die meisten E-Räder in und um Rostock gestohlen. Damit hat die Hansestadt die Region Vorpommern-Greifswald mit der Insel Usedom , wo «nur» 114 Diebstähle bekannt wurden, als Spitzenreiter abgelöst. Außerdem meldeten die Polizeiinspektionen Güstrow 51 Fälle – hierzu gehören die Ostseebäder von Kühlungsborn bis zum Fischland -, Mecklenburgische Seenplatte 47 und Stralsund mit der Insel Rügen 44 Diebstahlsfälle.

Ein Drittel der Taten ereignete sich an Strandaufgängen, vor Supermärkten und in Innenstädten. Viele Fälle wurden auch in Carports oder Tiefgaragen registriert. Relativ sicher sind E-Bikes den Angaben zufolge in Hotels und auf Campingplätzen. Dort wurden 32 Fälle registriert.

Gegen Diebstahl sichern
«Der Durchschnittsschaden gestohlener Zweiräder mit E-Antrieb liegt bei 2.557 Euro», so LKA-Sprecherin Lewerenz. Das zeige, dass immer teurere E-Bikes gestohlen werden. Deshalb raten Fachleute, vor allem die begehrten Akkus mitzunehmen – das mache einen Diebstahl unattraktiv. Um die teuren Räder gegen Wegtragen zu sichern, sollten diese mit Bügelschlössern an Ständern oder anderen festen Gegenständen angeschlossen werden. Auch das Codieren kann Diebe abschrecken.

Unauffällig, aber wirkungsvoll: ABUS-Faltschlösser, manche sogar mit Alarmanlage.

Im Jahr 2020 waren im Nordosten insgesamt 4.443 Fahrräder gestohlen worden, wobei der Gesamtschaden bei 2,8 Millionen Euro lag. Die Aufklärungsquote betrug magere 10,4 Prozent. Für 2021 lägen diesen Zahlen noch nicht vor, hieß es. Im Juli 2021 wurden auf der insel Usedom und im August in Bad Doberan mehrere Verdächtige nach Diebstahlsserien festgenommen.

Mit ABUS zum richtigen Schloss 
Die Wintermonate, in denen das Bike üblicherweise Ruhepause hat, eignen sich hervorragend dazu, das Fahrrad aufzurüsten. Vorschläge hierzu macht zum Beispiel die Firma ABUS, Partner unseres Sicherheitsportals «e110».

Das Stöbern auf der Homepage des Herstellers von Sicherheitszubehör lohnt sich. Dort findet man unter anderem auch einen digitalen  «Fahrradschloss-Berater».  Im Multiple Choice-System führt er zu den passenden Fahrradschlössern – zugeschnitten auf das jeweilige Fahrrad und den individuellen Gefährdunggrad. Die Auswahl reicht vom herkömmlichen Schloss mit Schlüssel über das  Zahlenschloss bis hin zum modernen Bügelschloss mit Bluetooth für die Steuerung und Überwachung per Handy.

Fotos:
Symbolfoto: Uli Deck / dpa
Faltschloss:  Abus

30.11.21 wel