Überfall auf Feinkostladen

Täter sind schwerbewaffnet

(XY-Sendung vom 21. September 2022)
Der Tag vor Heiligabend 2021 in einem großen Kölner Feinkostladen: Dutzende Kunden machen ihre Einkäufe, alles geht seinen gewohnten Gang. Doch plötzlich stürmen schwer bewaffnete Männer ins Geschäft.

XY-Szenenfoto

Am 23. Dezember 2021 halten sich in einem stadtbekannten Feinkostgeschäft am Großmarkt in Köln mehr als 50 Kundinnen und Kunden sowie die Belegschaft auf. Gegen 17.30 Uhr tauchen vor dem Geschäft drei vermummte Männer auf. Zwei von ihnen holen Waffen aus ihren Sporttaschen und gehen in den Laden.

Im Kassenraum fällt ein Schuss
Einer der Männer dringt in den Kassenraum ein, in dem sich zu dieser Zeit zwei Mitarbeiterinnen befinden. Der mit einer Pistole bewaffnete Mann öffnet einen Rollcontainer, in dem sich die Tageseinnahmen befinden. Während der Täter mit der linken Hand Geld in eine Sporttasche stopft, löst sich offenbar versehentlich ein Schuss aus der Pistole. Die Kugel prallt von einer Schreibtischplatte ab und dringt in die Wand ein. Unter dem Schreibtisch kauert zu diesem Zeitpunkt eine der Kassiererinnen.

Ein zweiter Täter hat sich inzwischen im Eingangsbereich des Ladens positioniert und einen Angestellten aufgefordert, sich auf den Boden zu legen. Der Täter ist schwer bewaffnet: mit einem Sturmgewehr vom Typ AK-47. Kunden und Mitarbeiter, die den Überfall bemerkt haben, laufen in den hinteren Teil des Ladens. Dort gelingt es einigen von ihnen, durch eine Tür zu fliehen, die nach draußen führt.

Schwer bewaffnet
Der dritte Täter sorgt vor dem Eingang dafür, dass niemand das Geschäft betritt. Er hat eine Maschinenpistole „Skorpion“ dabei – mit aufgesetztem Schalldämpfer. Als ein Mitarbeiter aus seiner Pause kommt und in den Laden zurückkehren will, blickt er plötzlich in den Lauf dieser Waffe und flieht.

Der Feinkostladen befindet sich in der Marktstraße. Rund 100 Meter entfernt parkte das mutmaßliche Fluchtauto.

Keine Minute dauert es, da treten die Täter bereits ihre Flucht an. Beute: fast 50.000 Euro. Ein Mitarbeiter des Ladens verfolgt die Männer noch, verliert sie jedoch aus den Augen.

Wichtige Zeugenbeobachtungen
Sowohl vor als auch nach der Tat werden die Täter von Zeugen in der Nähe des Tatorts beobachtet. Sie halten sich an einem dunklen VW Golf 3 Kombi auf, der in der Marktstraße parkt. Wie sich später herausstellt, sind die Kennzeichen an dem Wagen gestohlen.

Vor dem Überfall sollen vier Personen in dem Auto gesessen haben. Der Fahrer blieb darin  sitzen.  Bei der Rückkehr waren es angeblich nur noch drei Personen. Die Spur des Autos verliert sich in der Raderberger Straße.

Originalaufnahmen der Gesuchten

Täterbeschreibungen:

  • Der erste Gesuchte, der im Kassenraum das Geld an sich nahm: etwa 1,80 m groß, normale Statur, schwarze OP-Maske.
    Kleidung: schwarze Winterjacke mit gelbem Reißverschluss und weißen Schriftzügen auf rechtem Oberarm und linkem Brustbereich, schwarze Jogging-Hose mit jeweils einer unterbrochenen weißen Linie auf den Hosenbeinen.
    Er hatte eine Tasche mit der Aufschrift „Uncle Sam“ dabei und eine schwarze Pistole.
  • Der zweite Mann hielt sich im Eingangsbereich des Geschäfts auf: zwischen 1,85 und 1,90 m groß, mit Sturmhaube maskiert, bewaffnet mit Sturmgewehr AK-47.
    Kleidung: schwarze Jacke, Marke „The North Face“, olivgrüne Hose mit schwarzen Absetzungen an den Knien und am rechten Oberschenkel.
    Auch er hatte eine schwarze Tasche mit weißem Schriftzug dabei.
  • Der dritte Gesuchte stand vor dem Geschäft und hatte eine Maschinenpistole vom Typ Skorpion mit Schalldämpfer. Kleidung: schwarzer Mantel, schwarze Hose, ebenfalls schwarze OP-Maske; seine Tasche war schwarz und hatte einen breiten, hellen Riemen.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer erkennt die Personen auf den Bildern der Überwachungskamera?
  • Wer kann Angaben zur Tat machen?
  • Wer hat rund um den Tatort auffällige Beobachtungen gemacht?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen, ist von privater Seite eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Köln, Telefon: 0221 / 22 90