Überfall auf Goldhandel

Täter entkommen mit schwerer Beute

(XY-Sendung vom 18. Januar 2023)
Zwei bewaffnete Männer überfallen kurz vor Ladenschluss einen Goldhandel. Was sie nicht ahnen: Noch während sie im Geschäft sind, wird Alarm ausgelöst.

XY-Szenenfoto

Am Donnerstag, dem 10. Februar 2022 ist eine Angestellte eines Goldhandels auf der Kennedyallee im Bonner Stadtteil Plittersdorf allein im Geschäft. Ihr Kollege musste kurzfristig in einer anderen Filiale aushelfen. Der Goldhandel ist Teil eines deutschlandweit tätigen Unternehmens. Kunden können unter anderem online Edelmetall bestellen und vor Ort abholen.

Kurz vor Feierabend
Gegen 17.45 Uhr hält sich die Angestellte in ihrem Büro auf. Plötzlich betritt ein vermummter Mann den Raum und bedroht sie mit einer Waffe. Kurz darauf folgt ein zweiter Mann, ebenfalls vermummt. Die beiden Männer zwingen die Angestellte, einen besonders gesicherten Raum zu öffnen und anschließend den darin befindlichen Tresor. Dann wird sie gefesselt.

Die Täter schlugen in Bonn-Plittersdorf zu.

Die Männer nehmen Geld und Gold im Wert von mehreren Hunderttausend Euro an sich. Die Beute verstauen sie in einem Rucksack. Die Tat wird von Überwachungskameras im Geschäft aufgezeichnet. Was die Täter nicht ahnen: Während des Überfalls ist „stiller Alarm“ ausgelöst worden. Die Männer entkommen jedoch kurz vor Eintreffen der Polizei.

Fluchtweg
Ihre Spur verliert sich gegen 17.50 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Geschäft. Womöglich hatten sie dort ein Auto geparkt. Sie könnten aber auch zu Fuß in das nahegelegene Wohngebiet geflüchtet sein.

Einer der Gesuchten war mit einer Pistole bewaffnet.

Täterbeschreibungen:
Einer der Männer soll 40 bis 60 Jahre alt sein, etwa 1,75 m groß, Rechtshänder und leicht korpulent;  möglicherweise trug er aber auch mehrere Jacken übereinander. Seine übrige Kleidung: dunkelblaue Jacke, schwarze Hose, schwarze Sneaker mit weißer Sohle, schwarze Handschuhe und helle Gesichts-Maske mit Muster.
Er war mit einer schwarzen Pistole bewaffnet und sprach akzentfreies Deutsch. Er hatte Probleme, den Rucksack mit der Beute aufzuziehen. Beim Verlassen des Geschäfts zog er zudem kurz an einem Werbebanner – möglicherweise ein Hinweis auf eine «pedantische Persönlichkeit».

Der zweite Tatverdächtig trug eine grüne Hose.

Der zweite Täter: ebenfalls 40 bis 60 Jahre alt, 1,80 bis 1,85 m groß und leicht korpulent; auch er könnte mehrere Jacken übereinander getragen haben. Seine Kleidung: dunkle Regenjacke mit Kapuze, grüne Hose mit weißen Farbflecken auf den Knien, brauner Gürtel, Lederschuhe und blaue FFP2-Maske.
Er trug einen braunen Rucksack und war mit einer dunklen Pistole bewaffnet.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer kann Angaben zu den Männern auf den Überwachungsbildern oder zum Tatgeschehen machen?
  • Wem wurde möglicherweise über die Tat berichtet?

Zuständig: Kripo Bonn, Telefon: 0221 / 15 0