Beute: wertvoller Schmuck

Ehepaar im Schlaf überrascht

(XY-Sendung vom 6. Februar 2019)
Ein Ehepaar genießt einen warmen Sommerabend auf der Terrasse seines Hauses. Irgendwann geht es schlafen. Doch die Nacht verläuft anders, als die beiden es sich vorgestellt haben.

XY-Szenenfoto

Viele Jahre lang war ein Berner Sennenhund  treuer Begleiter und Beschützer des Ehepaars. Doch Mitte Mai 2018 mussten die beiden den Hund einschläfern lassen. Der Tod des Tiers riss ein großes Loch in das Leben des Ehepaars. Nur drei Wochen später kommt es zu einem Verbrechen, das durch die Anwesenheit des Hundes womöglich verhindert worden wäre.

Opfer mit Schlägen traktiert
Freitag, 8. Juni 2018. Das Ehepaar genießt den lauen Sommerabend auf der Terrasse. Gegen 22.30 Uhr geht es schlafen. Etwa um drei Uhr nachts verschaffen sich zwei Männer Zugang zu dem Haus. Zielstrebig gehen sie zum Obergeschoss, wo sich das Schlafzimmer des Ehepaars befindet. Die Täter reißen die Tür auf und überraschen ihre Opfer im Schlaf. Einer der Unbekannten schlägt mehrfach auf den Ehemann ein. Auch seine Frau bekommt  eine Ohrfeige verpasst.

Der Tatort liegt am Beerenweg in Gifhorn

Die Opfer werden an den Händen gefesselt und gezwungen, Bargeld herauszugeben. Dazu muss der Ehemann, der einen Asthma-Anfall erleidet, in den Keller und das Geld übergeben. Wieder im Schlafzimmer angekommen, fesseln die Täter ihre Opfer.

Piepton mahnt zur Eile 
Anschließend durchsuchen sie eine Stunde lang das Haus. Sie nehmen Gold, Geld und Schmuck im Wert von rund 35.000 Euro mit. Gegen vier Uhr am Morgen hören die Opfer einen ihnen unbekannten Piepton, woraufhin die Täter den Überfall sofort abbrechen und das Haus verlassen. Die Opfer können sich selbst befreien und Hilfe rufen.

Die Polizei findet später heraus, dass eine Frau zwei Tage vor der Tat die Umgebung rund um den Tatort mit ihrem Handy gefilmt haben soll. Kurz davor gehen zwei Männer einen Fußweg, der direkt zum Tatort führt, entlang. Als sie sich beobachtet fühlen, verschwinden sie sofort.

Phantombild eines Tatverdächtigen

Täterbeschreibungen:

  • 1. Täter: 30 bis 35 Jahre, 1,75 bis 1,80 m groß, schlank, muskulös;. Kleidung: dunkle Hose, Jacke, Handschuhe, maskiert mit Sturmhaube. Er sprach gebrochen Deutsch mit osteuropäischem Akzent und soll stark geschwitzt haben.
  • 2. Täter: 20 bis 25 Jahre, etwa 1,75 m groß, sehr schlank, jugendliches, schmales Gesicht. Kleidung: dunkles Kapuzen-Shirt, dunkle Hose mit ringsum verlaufenden Streifen am Beinabschluss. Er sprach gebrochen Englisch mit osteuropäischem Akzent.

Erbeutete Schmuckstücke:

  • Damenring, 750er Gelbgold, elf Diamanten und Aquamarin in Tropfenform;
  • Ohrring, Gelbgold mit Labradorit;
  • Collier, 750er Gelbgold mit Labradorit;
  • Perlenarmband und dazu passende Perlenkette, Wert: rund 5.000 Euro, herzförmiger Verschluss.

    Die Beute (v. l.): Damenring aus Gelbgold, Ohrringe und Collier aus Gelbgold und Labradorit.

Fragen nach Zeugen:

  • Wer kann Hinweise zu der Person auf dem Phantombild geben?
  • Wer hat am Samstag, 9. Juni 2018, zwischen 3 und 4 Uhr nachts in Heilbronn (Rosengartstraße oder umliegende Bereiche) verdächtige Beobachtungen gemacht?
  • Wem ist im Vorfeld des Verbrechens, insbesondere am mutmaßlichen Tag des Auskundschaftens – Mittwoch, 6. Juni 2018, zwischen 22 und 24 Uhr – am späteren Tatort etwas aufgefallen, das die Kripo weiterbringen könnte?

Zuständig: Kripo Heilbronn, Telefon 07131 / 104 44 44