Unbekannte sprengen Geldautomaten – Statiker müssen Wohngebäude prüfen

Wülfrath/Essen/Euskirchen (dpa) – In einem Supermarkt in Wülfrath im Kreis Mettmann haben Unbekannte einen Geldautomaten gesprengt und mit Beute die Flucht ergriffen. Geldkassetten lagen auf dem Fluchtweg der Täter, die am Donnerstag gegen 0.30 Uhr die Detonation ausgelöst hatten. Nach Angaben eines Polizeisprechers sprachen Zeugen von einem dunklen Pkw, in dem die Unbekannten flüchteten. Bei der Sprengung fiel der Putz von der Decke. Ansonsten wurde das Gebäude des Supermarkts nicht beschädigt.

Anders in Essen. Nach einer Geldautomatensprengung im Stadtteil Karnap ist am Donnerstag gegen 4.45 Uhr ein Wohnhaus mit knapp 15 Menschen evakuiert worden. Das Gebäude der betroffenen Bankfiliale ist Wohn- und Geschäftshaus zugleich. Die Bewohner sollten daher das Haus verlassen. Ein Statiker sollte das Gebäude überprüfen. Ob die Täter Geld erbeuteten, ist unklar. Sie waren mindestens zu zweit und flüchteten ersten Erkenntnissen zufolge mit einem Motorrad.

Auch ein mehrstöckiges Haus mit Geschäften und Wohnungen in Euskirchen ist nach einer nächtlichen Geldautomaten-Sprengung beschädigt worden. Im Vorraum des Geldinstituts wurden am frühen Morgen vorsichtshalber Gasmessungen vorgenommen, sagte ein Polizeisprecher gestern. Auch hier prüfte ein Statiker die Bausubstanz. Er kam zu dem Ergebnis, dass keine Einsturzgefahr besteht.

Die maskierten und bewaffneten Täter hatten den Geldautomaten gesprengt und waren mit ihrer Beute in einem bereitstehenden Wagen geflüchtet. Die Polizei leitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein und setzte auch einen Hubschrauber ein – ohne Erfolg.

02.08.20 wel