Versuchte Vergewaltigung – Mutmaßlicher Täter einschlägig vorbestraft

Hamburg (dpa) – In einem Fußgängertunnel im Hamburger Stadtteil St. Georg haben Streifenpolizisten vermutlich die Vergewaltigung einer 28-jährigen Frau verhindert. Ein einschlägig vorbestrafter 38 Jahre alter Mann soll die junge Frau am späten Montagabend gewürgt und zu sexuellen Handlungen aufgefordert haben. Eine vorbeifahrende Streife hat den Vorfall bemerkt und ist eingeschritten. Das Opfer ist mit leichten Verletzungen am Hals davongekommen.

Die junge Frau hatte, nachdem sie mit Freunden ausgegangen war, in dem Fußgängertunnel etwas getrunken, als der mutmaßliche Täter sie in ein Gespräch verwickelte. Dann soll er sie zu sexuellen Handlungen aufgefordert und angefangen haben sie zu würgen. «Am Tatort wurde ein Taschenmesser gefunden und in der Tasche des Beschuldigten befand sich ein weiteres Messer», erklärte die Polizei.

Keine Sicherungsverwahrung
«Der Beschuldigte ist einschlägig vorbestraft», berichtet die Staatsanwaltschaft. «Zuletzt ist der Tatverdächtige 2009 wegen Vergewaltigung in drei Fällen zu 10 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden.» Bei zwei der drei Taten habe er eine Waffe dabei gehabt.

Anfang 2017 war der 38-Jährige aus dem Gefängnis entlassen worden. Bei der Verurteilung war unter Vorbehalt auch eine anschließende Sicherungsverwahrung verhängt worden, auf die dann jedoch verzichtet wurde.

11.09.19  wel