Wegen einer Portion Reis erstochen

Berlin (dapd). Wegen Tötung eines Landsmannes ist ein 26-jähriger Russe zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach den Angeklagten am Freitag schuldig, im Januar dieses Jahres im Görlitzer Park den 23-Jährigen durch zahlreiche Messerstiche getötet zu haben.

Der Tat war ein banaler Streit vorausgegangen. Das spätere Opfer wurde dann handgreiflich. Bei der folgenden Schlägerei zog der Angeklagte laut Gericht «aus Angst um sein Leben» sein Messer und stach 31 Mal zu.

Die Richter gingen davon aus, dass es eine «einverständliche Schlägerei» zwischen den Männern war. Beide hatten sich ein Zimmer in einem Flüchtlingswohnheim geteilt. Von der Bitte des Angeklagten, Wasser für Reis aufzusetzen, habe sich das spätere Opfer offenbar «gemaßregelt gefühlt», hieß es.

01.07.2011 dv