Wohnmobile – einfach weg

LKA rechnet auch für 2022 mit mehr Diebstählen

Begehrte Beute: Wohnmobile

Stralsund (dpa) – Nach deutlich mehr Fällen gestohlener Wohnmobile im vergangenen Jahr rechnet das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern auch für 2022 mit mehr Diebstählen im Nordosten. Es sei auch in diesem Jahr mit steigenden Fallzahlen in diesem Deliktsbereich zu rechnen, teilte das LKA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Den Angaben zufolge wurden bis Mitte Dezember 31 Diebstähle oder versuchte Diebstähle von Wohnwagen, aber vor allem Wohnmobilen registriert. Im Jahr zuvor waren es noch 8, 2019 22 und 2018 6 entsprechende Diebstähle. Die Schadenssumme ist von 646.900 Euro im Vorjahr auf 992.000 Euro 2021 angewachsen.

Corona fördert die Nachfrage 
Offensichtlich habe die Corona-Pandemie den Trend der seit 2019 steigenden Fallzahlen kurzzeitig abgeschwächt. Mit Reise-Erleichterungen im zurückliegenden Jahr habe er sich aber wieder verstärkt. Die Diebstähle hätten sich vor allem auf die Zeit nach dem Lockdown und den Beginn der Urlaubssaison konzentriert. Das LKA geht davon aus, dass die gewachsene Nachfrage nach Wohnmobilen in der Corona-Pandemie und die entsprechende Marktsituation eine Rolle spielten und rechnet daher auch in diesem Jahr mit mehr Fällen.

Regionale Schwerpunkte befinden sich um Stralsund, Rostock und Greifswald. Es sei davon auszugehen, dass viele Fahrzeuge unmittelbar nach dem Diebstahl nach Osteuropa, überwiegend Polen, verschoben werden. Verantwortlich dafür sind – zumindest teilweise – organisierte Banden.

Foto:  Stefan Sauer / dpa

09.01.22 wel